Aloe Mitriformis im Porträt

Die Aloe Mitriformis gehört zur Gattung der Aloen und ist somit eine sukkulente Pflanze. Ihr Name geht auf ihre Blattform zurück, welche an eine Bischofsmütze erinnert.

Mittlerweile wird diese Pflanze jedoch nicht mehr als Aloe Mitriformis bezeichnet, da das National Biodiversity Institute of South Africa mehrere Arten unter dem Namen ALoe perfoliata vereint hat. Diese Arten sind: Aloe mitriformis, Aloe distans, Aloe comptonii, Aloe albispina und Aloe flavispina.

In diesem Beitrag werde ich dennoch von der Aloe Mitriformis sprechen, da sie unter diesem Namen im Handel angeboten ist und für die meisten bisher nur dieser Name geläufig ist.

Aussehen

 

Die Aloe Mitriformis fällt durch diverse Färbungen auf, welche von einem hellen Blau bis zu einem dunklen Rot reichen.

Auch ihre Blattform ist besonders. Ihre Blätter sind schwertförmig, krümmen sich jedoch in Richtung Mitte der Pflanze, wodurch die Pflanze ihre namensgebende Form einer Bischofsmütze bekommt.

An der Unterseite dieser schwertförmigen Blätter befinden sich kleine Dornen.

Bei älteren Pflanzen bildet sich ein bis zu 2 Meter hoher “Stamm” von welchem die Blätter rosettenförmig wachsen.

Quick Fact: Unterschied zwischen Dornen und Stacheln
Der Unterschied ist zwischen Dornen und Stacheln liegt in ihrer Bau- und der Zellenart. So sind Dornen nichts anderes als umgewandelte Blätter auswüchse der Pflanze, welche mit den Leitbündeln verbunden sind. Stacheln sizen jedoch nur auf dem Sproß.

Aloe Mitformis Nahaufnahme

Woher kommt die Aloe Mitriformis?

Aloe Mitriformis in Natur

Die Aloe Mitriformis ist vor allem im südlichen Teil Afrikas beheimatet. In ihrem natürlichen Habitat findet man sie häufig in steinigen Gegenden oder Klippen wachsend. Sie kommt jedoch auch in Sandwüsten und anderen Habitaten vor.

Je nach Habitat variiert ihre Erscheinungsform stark. So wächst sie in besonders heißen und sonnigen Gebieten mit dunklen, roten Blättern. An kühleren und schattigeren Standorten trifft man häufiger Pflanzen im hellen, blauen Spektrum.

Welcher Standort für die Aloe Mitriformis?

Wie bereits erklärt, kommt die Aloe Mitriformis an sehr sonnigen Standorten vor. Dies sollte man auch beim Standort berücksichtigen. Die Aloe liebt die Sonne und ist somit eine perfekte Pflanze für das Südfenster.

Am Südfenster (also bei sehr viel direktem Sonnenlicht) verfärbt sich die Aloe Mitriformis jedoch in eine rötliche Tönung. Wenn du also eine blau-gefärbte Aloe bevorzugst, solltest du einen Platz mit weniger direkter Sonne, aber mit dennoch genug Licht wählen.

Ist die Aloe Mitriformis winterhart?

Die ideale Temperatur liegt irgendwo zwischen 13 und 21ºC. Temperaturen unter 3ºC sollten verhindert werden. Daher ist die Aloe Mitriformis nicht winterhart. Sie kann also durchaus im Sommer in den Garten gestellt werden, sollte jedoch vor dem ersten Frost ein wärmeres Plätzchen bekommen.

Braucht die Aloe Mitriformis Dünger?

Da diese Art, an einen harschen und nährstoffarmen Standort gewöhnt ist und sie nur sehr langsam wächst, benötigt sie eigentlich keinen Dünger. Dennoch kann sie von ein paar Extranährstoffen hier und da profitieren.

Bei der Düngung sollte man dann jedoch auf speziellen Sukkulentendünger setzen, da andere Dünger eventuell zu stark sind und so die Wurzeln beschädigen können.

Wie oft muss ich meine Aloe Mitriformis gießen?

Da die Aloe Mitrformis eine Sukkulente Pflanze ist und somit Sukkulenz aufweist, kann sie kurze Trockenphasen überstehen. Sukkulenz ist eine Anpassung von Wüstenpflanzen, bei welcher Flüssigkeit in den Blättern (Blattsukkulenz), Sproßen (Sproßsukkulenz) oder in der Wurzel (Wurzelsukkulenz) gespeichert.

Durch diese Sukkulenz und den Fakt, dass sie sehr anfällig für Wurzelfäule ist, kommt die Aloe Mitriformis besser mit zu wenig Wasser klar als mit zu viel. Daher ist hier das Motto: lieber einmal zu wenig gießen als einmal zu viel. Hier gilt, als Faustregel einmal in ein bis zwei Wochen zu gießen. Das ist jedoch abhängig von der Pflanze. Du weißt, dass du gießen musst, wenn die oberen paar Zentimeter des Substrats trocken sind.

Beim Gießen sollten einige Dinge beachtet werden. Der Boden sollte komplett durchweicht werden, damit die Wurzeln genug Wasser bekommen. Dafür kannst du (wenn dein Topf ein Drainageloch hat) so lange gießen, bis Wasser im Untersatz des Topfes ist. Dieses Wasser sollte jedoch direkt entfernt werden, da Staunässe deine Aloe umbringen wird.

Außerdem solltest du auf keinen Fall die Pflanze gießen, sondern nur das Substrat, da sich sonst Wasser zwischen den Blättern ansammeln kann, wodurch deine Pflanze verfault.

Im Winter ist der Wasserbedarf der Aloe Mitriformis erheblich geringer. In dieser Zeit solltest du maximal alle 2 Wochen gießen, kannst aber teilweise bis zu 4 Wochen warten. Um den genauen Zeitraum zu bestimmen, solltest du deine Pflanze einfach mal genau beobachten, aber auch hier gilt lieber zu wenig als zu viel.

Welche Erde braucht die Aloe Mitriformis?

Als Substrat eignet sich ein sandige und wasserdurchlässige Erde. Die Aloe Mitrifornis kann sich zwar an quasi alle Substratarten anpassen, jedoch macht ein ordentliches Substrat deine Pflege wesentlich einfacher

Aloe Mitriformis Blüte

Aloe Mitriformis Blüte in Rot

Die meisten Sukkulenten und Aloes blühen im Winter, da sie auf der Südhalbkugel wachsen. Nicht aber die Aloe Mitriformis, sie blüht im Frühling bzw. Frühsommer. Die Blüte ist Sukkulententypisch und mehrheitlich rot.

Aloe Mitriformis vermehren

Die Vermehrung der Aloe Mitriformis ist grundsätzlich auf zwei Wegen möglich:

  • über Samen
  • über Steckling

Dabei ist die Vermehrung über Stecklinge vorzuziehen, da dies oftmals viel einfacher ist.

Über Stecklinge vermehren

Die Aloe Mitriformis bildet zahlreiche Kindel, das sind quasi die Kinder der Mutterpflanze, welche mit dieser verbunden sind. Diese können ab einer Größe von 2cm entfernt werden. Dafür solltest du eine saubere Klinge verwenden, da es sonst zu Infektionen kommen kann.

Jetzt kannst du entweder einen dieser Kindel entfernen oder ein einzelnes großes Blatt. Das abgeschnittene Stück solltest du nun einige Tage liegen lassen, damit es schwielig wird. Nach dieser Wartezeit können die Stecklinge in Sukkulentenerde gepflanzt werden. Sie können jetzt genauso oft gegossen werden wie die Mutterpflanze.

Über Samen vermehren

Wenn du bereits Samen hast, pflanzt du diese ganz einfach in deine Sukkulentenerde und wartest. Du solltest die Samen jedoch in einen Topf pflanzen und nicht einfach in den Garten, da diese Pflanze wie bereits erklärt nicht winterhart ist.

Der Topf sollte jetzt an einen hellen und warmen Standort gestellt werden und sollte nur gegossen werden, wenn die Erde komplett trocken ist. Jetzt heißt es nur noch warten.

Ist die Aloe Mitriformis giftig?

Nein, die Aloe Mitriformis ist nicht giftig und ist daher perfekt für Katzenbesitzer oder Eltern von kleinen Kindern. Tatsächlich ist diese Pflanze sogar sehr gesund und wird in der indigenen, afrikanischen Heilkunde als Heilpflanze eingesetzt.

Aloe Mitriformis als Heilpflanze?

Das durch die Blattsukullenz entstehende Gel, welches sich in den Blättern befindet, wird schon lange von einheimischen Völkern Afrikas genutzt, um diverse Symptome zu behandeln. Zum einen hilft es als Gel auf der Haut gegen Verbrennungen, Wunden und Hauterkrankungen und stärkt die Wundheilung. Zum anderen hilft es bei der Einnahme gegen Entzündungen des Verdauungssystems.

 

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