
Monstera mit gelben Blättern und braunen Flecken: Was tun?
Ben BeyerDeine Monstera, das grüne Highlight in deinem Zuhause, sieht plötzlich nicht mehr so glücklich aus? Gelbe Blätter und braune Flecken können ganz schön Sorgen machen. Keine Panik – das ist ein Hilferuf deiner Pflanze, und wir bei Florage helfen dir, ihn zu verstehen. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum dein Fensterblatt Probleme hat, und geben dir praktische Tipps, um es wieder fit zu machen. Egal ob Anfänger oder Pflanzenprofi – hier findest du alles, was du wissen musst!
Zusammenfassung: Die 7 wichtigsten Punkte
- Überwässerung ist oft der Grund für gelbe Blätter und kann Wurzelfäule auslösen.
- Pilzinfektionen wie Augenfleckenkrankheit zeigen sich durch braune Flecken mit gelben Rändern.
- Schädlinge (z. B. Spinnmilben oder Thripse) können Blätter gelb färben und Flecken hinterlassen.
- Unterbewässerung macht Blätter trocken und braun, besonders an den Rändern.
- Licht und Standort spielen eine Rolle – zu viel Sonne oder Zugluft schadet.
- Luftfeuchtigkeit ist für Monsteras essenziell; trockene Luft stresst sie.
- Pflegefehler wie Staunässe oder falsches Gießen lassen sich leicht vermeiden.
Warum hat meine Monstera gelbe Blätter?
Gelbe Blätter an deiner Monstera sind meist ein Zeichen, dass etwas mit der Bewässerung nicht stimmt. Überwässerung ist hier der Klassiker: Wenn die Wurzeln zu lange im Wasser stehen, fangen sie an zu faulen – und voilà, die Blätter werden gelb. Schau mal in den Topf: Ist die Erde ständig nass oder riecht sie muffig? Dann hast du’s wahrscheinlich mit Wurzelfäule zu tun. Nimm die Pflanze raus, check die Wurzeln (braun und matschig = Alarm!) und schneide das Kaputte weg. Danach ab in frische Erde und weniger gießen.
Aber es könnte auch das Gegenteil sein: Unterbewässerung. Wenn die Erde staubtrocken ist und die Blätter gelb und knusprig werden, hat deine Zimmerpflanze einfach Durst. Gieß sie gründlich, bis Wasser unten rausläuft, und achte darauf, dass keine Staunässe bleibt. Monsteras mögen es gleichmäßig feucht, nicht sumpfig oder wüstenartig. Tipp: Fühl mit dem Finger in die Erde – die obersten 2–3 cm sollten trocken sein, bevor du wieder Wasser gibst.
Andere Ursachen könnten Nährstoffmangel oder ein schlechter Standort sein. Zu wenig Dünger im Frühling oder Sommer kann die Blätter gelb färben, genauso wie zu dunkles Licht. Deine Monstera deliciosa liebt helles, indirektes Sonnenlicht – stell sie nicht in die Ecke, sondern ans Fenster (ohne pralle Mittagssonne). Mit ein bisschen Aufmerksamkeit kriegst du das schnell wieder hin!
Braune Flecken auf der Monstera: Woher kommen sie?
Braune Flecken auf den Blättern deiner Monstera sind wie kleine SOS-Signale. Eine häufige Ursache ist eine Pilzinfektion, etwa die Augenfleckenkrankheit. Die erkennst du an braunen Flecken mit gelben Rändern – nicht gerade hübsch. Das passiert oft, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist und die Blätter zu lange nass bleiben, z. B. durch Besprühen ohne gute Belüftung. Schneid die befallenen Blätter ab und sorg für frische Luft, damit sich der Pilz nicht ausbreitet.
Schädlinge sind ein weiterer Übeltäter. Spinnmilben oder Thripse saugen Pflanzensaft und hinterlassen braune Flecken oder gelbliche Stellen. Schau dir die Blattunterseiten genau an – siehst du feine Netze oder winzige Tierchen? Dann ab unter die Dusche mit der Pflanze (lauwarm, bitte) und regelmäßig kontrollieren. Die Biester mögen keine feuchte Umgebung, also hilft hohe Luftfeuchtigkeit auch hier.
Manchmal liegt’s aber auch am Standort. Zu viel direktes Sonnenlicht brennt die Blätter und hinterlässt braune Flecken – ein Sonnenbrand für Pflanzen. Oder kalte Zugluft im Winter, die die Blattspitzen braun färbt. Stell deine Monstera an einen Platz mit indirektem Licht und fern von Heizung oder offenen Fenstern, dann bleibt sie happy.
Gelbe Blätter und braune Flecken: Überwässerung als Hauptverdächtige
Wenn deine Monstera gelbe Blätter UND braune Flecken hat, liegt Überwässerung nahe. Zu viel Wasser ist für viele Zimmerpflanzen ein Problem, und Monsteras sind da keine Ausnahme. Die Wurzeln ersticken förmlich, wenn sie in Staunässe stehen, und die Pflanze zeigt’s dir mit gelben, schlaffen Blättern. Braune Flecken kommen oft dazu, wenn die Wurzelfäule schon fortschreitet oder Pilze sich einmischen.
Was kannst du tun? Erstmal den Topf checken. Hat er Abflusslöcher? Bleibt Wasser in der Untertasse stehen? Dann leer das weg und lass die Erde richtig trocknen, bevor du wieder gießt. Wenn’s schlimm ist, solltest du umtopfen: Alte Erde raus, Wurzeln anschauen und alles Matschige abschneiden. Frische, lockere Erde rein – ideal mit etwas Perlit für bessere Drainage – und die Pflanze hat wieder eine Chance.
Vermeiden kannst du das Ganze mit einem einfachen Trick: Gieß nur, wenn die Erde oben trocken ist. Monsteras mögen keine nassen Füße, also übertreib’s nicht. Im Winter reicht oft alle zwei Wochen Wasser, im Sommer öfter, je nach Temperaturen. So bleibt dein Fensterblatt gesund und grün!
Schädlinge an der Monstera: Spinnmilben und Co. erkennen
Schädlinge lieben Monsteras genauso wie wir – leider. Spinnmilben, Thripse oder Wollläuse können gelbe Blätter und braune Flecken verursachen. Spinnmilben erkennst du an feinen Netzen unter den Blättern, Thripse an kleinen schwarzen Punkten oder silbrigen Stellen. Die Folge: Die Pflanze wird schwach, die Blätter färben sich gelb, und braune Nekrosen tauchen auf.
Kämpf dagegen an, indem du die Pflanze abduschst – lauwarmes Wasser reicht. Wisch die Blätter danach mit einem feuchten Tuch ab, um die Biester loszuwerden. Wiederhol das ein paar Wochen lang, damit auch die Eier weg sind. Hohe Luftfeuchtigkeit hilft übrigens, Spinnmilben fernzuhalten – stell einen Luftbefeuchter auf oder besprüh die Pflanze regelmäßig (aber nicht zu viel, wegen Pilzen!).
Vorbeugen ist besser als heilen: Neue Pflanzen erstmal in Quarantäne stellen, bevor sie zu deinen anderen Zimmerpflanzen kommen. So verhinderst du, dass sich Schädlinge ausbreiten. Und wenn du Luftwurzeln siehst, keine Sorge – die sind normal bei Monsteras und kein Zeichen für Befall.
Die richtige Pflege für deine Monstera: Licht und Luftfeuchtigkeit
Pflege ist das A und O, damit deine Monstera keine gelben Blätter oder braune Flecken kriegt. Licht ist superwichtig: Sie liebt helles, indirektes Sonnenlicht. Zu wenig Licht macht die Blätter blass oder gelb, zu viel Sonne verbrennt sie. Ein Platz ein paar Meter vom Fenster entfernt ist perfekt – oder mit einem Vorhang gefiltert, wenn’s Richtung Süden geht.
Luftfeuchtigkeit ist ein weiterer Knackpunkt. Als Tropenpflanze (sie gehört zu den Aronstabgewächsen) mag die Monstera deliciosa feuchte Luft – 40–60 % sind ideal. Trockene Heizungsluft im Winter stresst sie, und die Blattspitzen werden braun. Besprüh die Blätter ab und zu oder stell eine Schale Wasser daneben. Aber pass auf: Zu viel Besprühen ohne Belüftung lädt Pilze ein, also immer die Balance halten.
Gießen und Düngen nicht vergessen: Im Sommer alle 1–2 Wochen Wasser, im Winter seltener. Düngen kannst du von Frühling bis Herbst alle zwei Wochen mit einem flüssigen Zimmerpflanzendünger – das hält die Nährstoffe im Lot. Mit diesen Tipps bleibt deine Pflanze fit und du hast lange Freude dran!
Häufige Krankheiten der Monstera und wie du sie behandelst
Krankheiten können deine Monstera ebenfalls plagen, besonders Pilzinfektionen. Die Augenfleckenkrankheit ist ein häufiger Gast, wenn’s zu feucht ist – braune Flecken mit gelbem Rand sind das Markenzeichen. Schneid betroffene Blätter ab und sorg für bessere Luftzirkulation. Eine Natronlösung (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser) kann helfen, den Pilz zu stoppen – einfach aufsprühen und abwarten.
Wurzelfäule ist eine andere fiese Krankheit, meist durch Überwässerung ausgelöst. Die Blätter werden gelb, die Pflanze wirkt schlapp. Umtopfen ist hier die Rettung: Alte Erde weg, Wurzeln säubern und in einen Topf mit guter Drainage setzen. Achte darauf, dass der Boden nicht zu kompakt ist – etwas lockere Erde macht’s den Wurzeln leichter.
Auch natürliche Alterung kann braune oder gelbe Blätter bringen, vor allem bei älteren Exemplaren. Das ist normal – schneid sie ab, wenn sie ganz trocken sind, und freu dich über neues Wachstum. Mit diesen Tricks hältst du Krankheiten in Schach und deine Monstera strahlt wieder!
Fazit
Gelbe Blätter und braune Flecken an deiner Monstera sind kein Weltuntergang – mit ein bisschen Aufmerksamkeit kriegst du das hin. Überwässerung ist oft der Übeltäter, also check die Erde und vermeid Staunässe. Schädlinge wie Spinnmilben oder Pilzkrankheiten kannst du mit einfachen Mitteln bekämpfen, und der richtige Standort mit genug Licht und Luftfeuchtigkeit macht den Rest. Gieß mit Gefühl, pass auf die Luft auf und schau regelmäßig nach deiner Pflanze – dann bleibt dein Fensterblatt ein grüner Hingucker!
FAQs
Kann ich gelbe Blätter an meiner Monstera retten?
Meistens nicht direkt – gelbe Blätter sind oft ein Zeichen, dass sie schon zu weit weg sind, z. B. durch Überwässerung oder Nährstoffmangel. Schneid sie ab, damit die Pflanze ihre Energie in neue Blätter steckt. Wichtig ist, die Ursache zu finden: Check die Wurzeln auf Fäule, pass die Bewässerung an und sorg für genug Licht. Mit der richtigen Pflege kommen bald wieder gesunde, grüne Blätter nach!
Warum werden die Blattspitzen meiner Monstera braun?
Braune Blattspitzen deuten oft auf trockene Luft hin – Monsteras lieben hohe Luftfeuchtigkeit. Besonders im Winter bei Heizungsluft passiert das schnell. Besprüh die Blätter regelmäßig oder stell einen Luftbefeuchter auf. Es könnte aber auch an Unterbewässerung liegen – fühl mal in die Erde. Sind die Spitzen braun und weich, check auf Staunässe oder Pilze. Anpassung der Pflege hilft hier meistens!
Wie oft sollte ich meine Monstera düngen?
Düngen ist bei Monsteras von Frühling bis Spätsommer sinnvoll – etwa alle zwei Wochen mit einem flüssigen Zimmerpflanzendünger. Im Herbst und Winter braucht sie weniger Nährstoffe, da sie langsamer wächst; hier reicht einmal im Monat oder gar nicht. Achte darauf, nicht zu überdüngen – das kann die Wurzeln schädigen und braune Flecken verursachen. Weniger ist oft mehr!
Was mache ich mit den Luftwurzeln meiner Monstera?
Luftwurzeln sind völlig normal und ein Zeichen, dass deine Monstera gesund ist – sie nutzt sie in der Natur, um sich festzuhalten. Du kannst sie einfach lassen oder vorsichtig in die Erde leiten, wenn du sie im Topf verstecken willst. Abschneiden ist auch okay, falls sie stören, aber das ist Geschmackssache. Sie schaden der Pflanze nicht und sind kein Problem!
Warum wächst meine Monstera nicht mehr?
Wenn deine Monstera nicht wächst, fehlt ihr vielleicht Licht, Wasser oder Nährstoffe. Sie braucht helles, indirektes Sonnenlicht – zu dunkel wird’s schwierig. Check auch die Bewässerung: Zu wenig oder zu viel Wasser bremst sie aus. Im Frühling und Sommer ein bisschen düngen hilft, neues Wachstum anzukurbeln. Geduld ist aber auch gefragt – manchmal macht sie einfach eine Pause!

Über den Autor
Ben Beyer ist Gründer von florage.de – dem ersten Pflanzen-Shop für Menschen ohne grünen Daumen. Mit digitaler Unterstützung und smarter Pflegehilfe macht er Zimmerpflanzen alltagstauglich und langlebig.
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