Monstera teilen

Monstera teilen: Dein Fensterblatt einfach vermehren

Ben Beyer

Du hast eine Monstera zu Hause und möchtest sie teilen, um noch mehr von diesem grünen Hingucker zu haben? Perfekt, denn die beliebte Zimmerpflanze, auch Fensterblatt genannt, lässt sich erstaunlich einfach vermehren. Egal, ob du einen Steckling in Wasser oder Erde setzen möchtest – mit ein paar Tricks gelingt dir das garantiert. In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie es geht, und gebe dir praktische Tipps, damit deine neuen Pflanzen richtig gut wachsen.

Zusammenfassung: Die 7 wichtigsten Punkte

  1. Beim Teilen der Monstera geht’s meist um Vermehrung durch Stecklinge, nicht um Wurzelsplitting.
  2. Der Frühling oder Frühsommer ist die beste Zeit dafür.
  3. Ein Steckling braucht mindestens einen Blattknoten und idealerweise Luftwurzeln.
  4. Du kannst in Wasser oder Erde bewurzeln – beides klappt super.
  5. Nach 4-6 Wochen sind die Wurzeln oft bereit zum Umtopfen.
  6. Hohe Luftfeuchtigkeit und ein heller Standort fördern das Wachstum.
  7. Stammstecklinge sind eine weniger bekannte, aber coole Alternative.

Warum sich das Teilen deiner Monstera lohnt

Die Monstera, besonders die Monstera deliciosa, ist ein echter Star unter den Zimmerpflanzen. Ihre großen, geschlitzten Blätter und die kletternden Luftwurzeln machen sie zum Blickfang. Aber warum sie teilen? Ganz einfach: Du bekommst mehr Pflanzen, ohne neue kaufen zu müssen, und kannst Freunde oder Familie mit einem Ableger überraschen. Außerdem ist es spannend zu sehen, wie aus einem kleinen Steckling eine kräftige Pflanze wird.

Das Teilen im klassischen Sinne – also das Trennen des Wurzelballens – ist bei der Monstera eher unüblich. Stattdessen schneidest du Stecklinge von der Mutterpflanze ab und lässt sie eigene Wurzeln bilden. Das ist nicht nur schonender, sondern auch erfolgversprechender. Besonders praktisch: Die Pflanze bildet oft schon Luftwurzeln, die dir die Arbeit erleichtern.

Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr oder der Frühsommer, wenn die Monstera in ihrer Wachstumsphase ist. So hat dein Steckling optimale Bedingungen, um schnell anzuwachsen. Und keine Sorge, falls du noch nie eine Pflanze vermehrt hast – mit den richtigen Schritten ist es kinderleicht.

Monstera teilen: So schneidest du den perfekten Steckling

Bevor du loslegst, brauchst du einen guten Steckling. Such dir einen gesunden Stiel deiner Monstera aus, der mindestens einen Blattknoten hat – das ist die kleine Verdickung, aus der Blätter oder Wurzeln wachsen. Noch besser, wenn schon Luftwurzeln dran sind, denn die helfen beim Anwurzeln enorm. Ein Steckling mit ein bis zwei Blättern ist ideal, damit er genug Energie durch Photosynthese bekommt.

Schneide den Stiel etwa einen Zentimeter unter dem Blattknoten mit einem scharfen, sauberen Messer ab. Wichtig: Lass die Schnittstelle danach eine Stunde trocknen. Das klingt vielleicht komisch, aber es verhindert, dass der Steckling später fault – ein Tipp, den viele übersehen. Übrigens kannst du auch einen Stammsteckling nehmen, also ein Stück vom Stamm mit mehreren Knoten, falls deine Pflanze schon richtig groß ist.

Die Mutterpflanze verkraftet das Schneiden problemlos, solange du nicht zu viel auf einmal wegnimmst. Achte darauf, dass sie noch genug Blätter hat, um weiter zu wachsen. Danach kannst du entscheiden, ob du deinen Steckling in Wasser oder Erde setzt – beides hat seine Vorzüge.

Wasser oder Erde: Wo wurzelt dein Monstera-Steckling besser?

Jetzt wird’s spannend: Soll dein Steckling in Wasser oder direkt in Erde? Beide Methoden funktionieren, und jede hat ihren Charme. In Wasser kannst du die Wurzeln wachsen sehen, was besonders für Anfänger motivierend ist. Nimm dafür ein Glas mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser – kalkarm ist am besten. Stell es an einen hellen, schattigen Platz und wechsle das Wasser alle paar Tage, damit nichts schimmelt.

Wenn du Erde bevorzugst, pflanz den Steckling in lockere, humusreiche Zimmerpflanzenerde. Der Blattknoten muss dabei unter der Erde sein, damit neue Wurzeln sprießen können. Halte die Erde feucht, aber nicht nass, und deck den Topf mit einer Plastiktüte oder einem Glas ab, um die Luftfeuchtigkeit hochzuhalten. Lüfte aber regelmäßig, sonst droht Schimmelgefahr.

Egal, für welche Methode du dich entscheidest: Eine Temperatur um die 25 Grad und viel indirektes Licht sind der Schlüssel zum Erfolg. Nach ein paar Wochen – meist 4 bis 6 – zeigen sich die ersten Wurzeln. Sobald sie etwa 10 Zentimeter lang sind, kannst du den Steckling umtopfen.

Tipps für starke Wurzeln und gesunde Blätter

Damit dein Monstera-Ableger richtig durchstartet, gibt’s ein paar Dinge zu beachten. Erstens: Luftfeuchtigkeit. Die Pflanze kommt aus den Tropen und liebt es feucht. Ein Zerstäuber oder ein Platz im Bad (mit Licht!) kann Wunder wirken. Zweitens: Der Standort. Hell, aber keine direkte Sonne – sonst werden die Blätter braun.

  • Wässern: In Wasser bewurzelte Stecklinge brauchen frisches Wasser, in Erde solltest du gießen, sobald die oberste Schicht trocken ist.
  • Düngen: Warte mit Dünger, bis die Pflanze richtig angewachsen ist – etwa nach zwei Monaten.
  • Rankhilfe: Gib ihr später einen Moosstab oder eine Kletterhilfe, denn Monsteras wachsen gern in die Höhe.

Geduld ist hier übrigens dein bester Freund. Es kann ein paar Wochen dauern, bis du merkst, dass der Steckling Wurzeln schlägt. Aber wenn die ersten neuen Blätter kommen, weißt du: Es hat geklappt!

Vom Steckling zur eigenen Monstera: Umtopfen leicht gemacht

Sobald die Wurzeln lang genug sind, wird’s Zeit für einen eigenen Topf. Nimm eine lockere Erde – am besten eine Mischung für Zimmerpflanzen mit etwas Sand oder Perlite für die Drainage. Setz den Steckling so ein, dass die Wurzeln gut bedeckt sind, und drück die Erde leicht an. Gieß ihn danach sparsam an, damit er sich an die neue Umgebung gewöhnt.

Die Pflege danach ist wie bei einer ausgewachsenen Monstera: Gießen, wenn die Erde antrocknet, ab und zu die Blätter abwischen und auf einen hellen Standort achten. Falls du eine Monstera adansonii hast, gilt das Gleiche – sie ist nur etwas filigraner als die deliciosa. Mit der Zeit wächst dein Ableger zu einer stattlichen Pflanze heran.

Ein kleiner Extra-Tipp: Wenn die Luftwurzeln später lang werden, kannst du sie in die Erde lenken oder an einem Moosstab befestigen. Das sieht nicht nur cool aus, sondern gibt der Pflanze mehr Halt und Nährstoffe.

Häufige Fehler beim Teilen deiner Monstera vermeiden

Auch wenn’s einfach klingt, gibt’s ein paar Stolpersteine, die du vermeiden solltest. Ein Klassiker: Den Steckling ohne Blattknoten schneiden. Ohne Knoten keine Wurzeln – so simpel ist das. Ebenso riskant ist es, die Schnittstelle nicht trocknen zu lassen. Feuchtigkeit kann da schnell zu Fäule führen, und dann war die Mühe umsonst.

Ein weiterer Fehler ist Ungeduld. Manche gießen zu viel oder stellen den Steckling in die pralle Sonne, in der Hoffnung, dass er schneller wächst. Das Gegenteil ist der Fall – er verkümmert. Auch bei der Erdemethode wird oft vergessen, die Abdeckung zu lüften, was Schimmel begünstigt. Halte dich an die Basics, und du bist auf der sicheren Seite.

Zum Schluss noch ein Tipp für größere Pflanzen: Wenn deine Monstera schon richtig buschig ist, probier doch mal einen Stammsteckling. Der braucht zwar etwas länger, aber du kannst so mehrere neue Pflanzen aus einem Stück ziehen. Spannend, oder?

Fazit: Deine Monstera erfolgreich teilen

Eine Monstera zu teilen ist gar nicht so schwer, wie es klingt. Mit einem scharfen Schnitt, einem guten Steckling und etwas Geduld hast du bald einen neuen Ableger, der genauso prächtig wird wie die Mutterpflanze. Ob in Wasser oder Erde – wichtig sind ein Blattknoten, hohe Luftfeuchtigkeit und der richtige Standort. Nach ein paar Wochen kannst du umtopfen und dich über eine neue Zimmerpflanze freuen. Probier’s aus – es lohnt sich!

FAQs: Alles, was du noch wissen musst

Kann ich meine Monstera auch im Winter teilen?

Grundsätzlich ja, aber es ist nicht ideal. Im Winter wächst die Pflanze langsamer, weil Licht und Temperaturen fehlen. Die Erfolgschancen sind geringer, und der Steckling braucht länger, um Wurzeln zu bilden. Warte lieber bis zum Frühling – dann hat deine Monstera mehr Power, und der Ableger startet schneller durch. Wenn’s doch sein muss, sorg für extra Licht und Wärme.

Was mache ich, wenn mein Steckling keine Wurzeln bildet?

Keine Panik! Prüf erstmal die Basics: Hat er einen Blattknoten? Steht er hell genug? Ist die Luftfeuchtigkeit hoch? Wenn das stimmt und nach 6 Wochen nichts passiert, könnte der Steckling zu schwach gewesen sein. Schneid einen neuen von einem gesunden Teil der Pflanze und lass die Schnittstelle diesmal richtig trocknen. Manchmal braucht’s einfach einen zweiten Versuch.

Kann ich mehrere Stecklinge auf einmal schneiden?

Klar, solange die Mutterpflanze gesund bleibt! Nimm nicht mehr als ein Drittel der Stiele weg, damit sie nicht leidet. Jeder Steckling sollte seinen eigenen Blattknoten und ideally Luftwurzeln haben. Setz sie in separate Gläser oder Töpfe, damit sie genug Platz zum Wurzeln haben. So hast du bald eine kleine Monstera-Armee!

Wie oft sollte ich die Blätter meiner neuen Monstera abwischen?

Das kommt auf deinen Standort an, aber einmal im Monat ist ein guter Rhythmus. Staub auf den Blättern blockiert Licht, was die Photosynthese stört – gerade bei jungen Pflanzen uncool. Wisch sie mit einem feuchten Tuch ab, das reicht völlig. Pluspunkt: Es hält Schädlinge fern und lässt die Blätter glänzen.

Braucht mein Monstera-Ableger sofort einen Moosstab?

Nicht sofort, aber bald. Junge Stecklinge konzentrieren sich erst auf Wurzeln und Blätter – ein Moosstab wäre da noch überflüssig. Sobald die Pflanze größer wird und Luftwurzeln bildet (nach ein paar Monaten), kannst du einen hinstellen. Das unterstützt ihr Kletterverhalten und sieht richtig klasse aus. Bis dahin reicht ein einfacher Topf.

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Über den Autor

Ben Beyer ist Gründer von florage.de – dem ersten Pflanzen-Shop für Menschen ohne grünen Daumen. Mit digitaler Unterstützung und smarter Pflegehilfe macht er Zimmerpflanzen alltagstauglich und langlebig.

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