Ist die Efeutute giftig? Was du wissen musst!
Von Ben Beyer
17. Apr 2025
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Die Efeutute ist ein echter Star unter den Zimmerpflanzen: Sie sieht toll aus, ist pflegeleicht und verwandelt dein Zuhause in eine grüne Oase. Aber halt – bevor du sie überall hinstellen möchtest, gibt’s etwas Wichtiges zu wissen: Diese Kletterpflanze hat einen kleinen Haken. Sie gehört zu den Aronstabgewächsen und ist tatsächlich giftig. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über die Efeutute und ihre Tücken wissen musst – locker erklärt und ohne Schnickschnack!
Zusammenfassung: Die 7 wichtigsten Punkte
- Die Efeutute (Epipremnum aureum) ist eine beliebte Zimmerpflanze, aber giftig.
- Ihre Blätter und der Pflanzensaft enthalten Calciumoxalat, das Reizungen auslöst.
- Für Kinder und Haustiere wie Katzen oder Hunde kann sie gefährlich werden.
- Typische Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfall und Schwellungen.
- Beim Umgang mit der Pflanze solltest du Handschuhe tragen.
- Stelle sie außer Reichweite von neugierigen Händen und Pfoten auf.
- Trotz ihrer Giftigkeit ist sie mit Vorsicht eine tolle Deko für dein Zuhause.
Ist die Efeutute wirklich giftig?
Ja, die Efeutute ist giftig – das steht fest. Der Grund dafür liegt in ihren Bestandteilen: Alle Teile der Pflanze, von den Blättern bis zu den Stängeln, enthalten Calciumoxalat-Kristalle. Diese kleinen, nadelförmigen Giftstoffe sind nicht nur lästig, sondern können richtig unangenehm werden, wenn sie mit Haut oder Schleimhäuten in Kontakt kommen. Sie gehört zur Familie der Aronstabgewächse, und die haben es generell in sich, wenn es um Toxine geht. Aber keine Panik – solange du sie nicht isst oder den Saft in die Augen reibst, ist sie harmlos.
Der Pflanzensaft ist besonders tückisch. Wenn du die Efeutute schneidest oder ein Blatt abreißt, kann er rauskommen und bei Hautkontakt Reizungen verursachen. Für Erwachsene ist das meist kein Drama – ein bisschen Jucken, vielleicht eine Rötung. Aber für Kinder oder Haustiere sieht die Sache anders aus. Die Konzentration der Giftstoffe ist nicht so hoch, dass sie sofort lebensbedrohlich wird, aber sie reicht aus, um Ärger zu machen. Deshalb: Finger weg vom Mund und die Pflanze lieber bewundern als anfassen!
Wichtig ist, dass du die Efeutute mit Respekt behandelst. Sie ist keine Pflanze, die du achtlos in die Ecke stellst, wenn kleine Kinder oder neugierige Haustiere im Haushalt sind. Ihre Schönheit hat eben ihren Preis, und mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen kannst du sie trotzdem problemlos genießen. Mehr dazu später!
Welche Symptome löst eine Vergiftung durch die Efeutute aus?
Wenn jemand – oder etwas – von der Efeutute nascht, können die Symptome ziemlich unangenehm werden. Das Calciumoxalat reizt Schleimhäute, und das merkst du schnell. Bei Menschen fängt es oft mit einem Brennen im Mund an, gefolgt von Schwellungen an Lippen, Zunge oder Rachen. Schlucken wird schwierig, und im schlimmsten Fall kommen Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall dazu. Besonders bei Kindern kann es heftiger werden, weil ihr Körpergewicht geringer ist und die Giftstoffe stärker wirken.
Für Haustiere wie Katzen oder Hunde sieht es ähnlich aus. Wenn dein Hund oder deine Katze an den Blättern knabbert, wirst du wahrscheinlich übermäßigen Speichelfluss bemerken – sie sabbern dann richtig. Dazu kommen oft Erbrechen und Durchfall, manchmal auch Zittern oder Appetitlosigkeit. Besonders Katzen sind gefährdet, weil sie neugierig sind und gerne an Pflanzen herumkauen. In seltenen Fällen können Schwellungen im Rachen sogar die Atmung erschweren – ein Notfall, der schnelles Handeln erfordert.
Die gute Nachricht: Solche Vergiftungen sind selten tödlich, wenn du schnell reagierst. Bei Verdacht solltest du Wasser trinken lassen (oder deinem Tier geben) und einen Arzt oder Tierarzt kontaktieren. Erbrechen solltest du nicht auslösen, das macht die Reizung nur schlimmer. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit kannst du das Schlimmste vermeiden – und deine Efeutute bleibt eine grüne Freude statt ein Problem.
Warum ist die Efeutute für Haustiere ein Risiko?
Haustiere und Efeututen – keine ideale Kombi. Katzen, Hunde, Kaninchen oder sogar Vögel könnten auf die Idee kommen, an den saftigen Blättern zu knabbern, und genau da liegt die Gefahr. Die Calciumoxalat-Kristalle in der Pflanze reizen nicht nur den Mund, sondern können auch den Magen-Darm-Trakt ganz schön durcheinanderbringen. Besonders Katzen sind anfällig, weil sie oft spielerisch an Zimmerpflanzen gehen und mit ihren flinken Pfoten fast überall hinkommen.
Stell dir vor: Deine Katze kaut auf einem Blatt herum. Kurz darauf sabbert sie, würgt vielleicht und wirkt unruhig. Hunde reagieren ähnlich, auch wenn sie seltener Pflanzen anknabbern. Die Symptome treten manchmal erst nach Stunden auf, was es schwierig macht, den Übeltäter sofort zu erkennen. Für kleine Tiere wie Hamster oder Meerschweinchen ist die Efeutute ebenfalls riskant, falls sie irgendwie rankommen – was bei einer Kletterpflanze natürlich unwahrscheinlich ist, aber nicht unmöglich.
Am besten stellst du die Pflanze hoch oder in einen Raum, den deine Haustiere nicht betreten. Ein hohes Regal oder eine Hängeampel ist perfekt – so bleibt die Efeutute außer Reichweite, und dein Hund oder deine Katze bleibt sicher. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst und weißt, dass dein Tier ein Pflanzenfan ist, überleg dir vielleicht eine ungiftige Alternative. Aber mit etwas Vorsicht klappt’s auch mit der Efeutute!
Wie pflegst du die Efeutute sicher?
Die Efeutute ist nicht nur hübsch, sondern auch pflegeleicht – ein Traum für jeden, der keinen grünen Daumen hat. Aber wegen ihrer Giftigkeit solltest du beim Umgang ein paar Dinge beachten. Erstens: Trag Handschuhe, wenn du sie schneidest oder umtopfst. Der Pflanzensaft kann deine Haut reizen, und das willst du vermeiden. Ein Paar einfache Gartenhandschuhe reicht völlig, und schon bist du auf der sicheren Seite.
Zweiter Tipp: Achte auf die Erde und das Gießen. Die Efeutute mag keine Staunässe, also lass die oberste Schicht immer etwas antrocknen, bevor du wieder Wasser gibst. Wenn sie zu viel Wasser bekommt, bildet sie manchmal Tropfen an den Blättern – das sieht aus wie Tau, enthält aber Giftstoffe. Diese Tropfen sollten weder Kinder noch Haustiere erwischen, also wisch sie lieber ab oder gieß sparsamer. Die Pflanze kommt mit wenig Licht und normaler Zimmerluft super klar, was sie so beliebt macht.
Und wenn du sie vermehren willst? Einfach einen Steckling abschneiden und ins Wasser stellen, bis Wurzeln sprießen. Aber auch hier: Handschuhe nicht vergessen! Mit diesen kleinen Tricks bleibt die Pflege unkompliziert, und du kannst die Schönheit der Efeutute ohne Risiko genießen. Sie ist echt ein toller Begleiter – solange du weißt, wie du mit ihr umgehst.
Wo solltest du deine Efeutute hinstellen?
Die Efeutute ist eine Kletterpflanze, die sich fast überall wohlfühlt – aber der Standort entscheidet, wie sicher sie für dich und andere ist. Ideal ist ein heller bis halbschattiger Platz ohne direkte Sonne, zum Beispiel in der Nähe eines Nord- oder Ostfensters. Sie mag hohe Luftfeuchtigkeit, deshalb fühlt sie sich im Bad oder in der Küche oft pudelwohl. Aber der wichtigste Punkt: Sie muss unerreichbar für Kinder und Haustiere sein!
Ein hohes Regal, eine Hängeampel oder ein geschlossener Raum sind perfekt. Wenn du kleine Kinder hast, die alles in den Mund stecken, oder eine Katze, die gerne auf Schränke klettert, solltest du doppelt vorsichtig sein. Herabfallende Blätter sind auch ein Thema – die solltest du sofort aufheben, denn sie bleiben giftig. Die Efeutute (oft auch Scindapsus genannt) sieht als Hängepflanze übrigens mega aus und spart Platz – ein Bonus für kleine Wohnungen.
Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad sind ihr Ding, Zugluft mag sie gar nicht. Wenn du diese Punkte beachtest, hast du eine glückliche Pflanze und keine Sorgen. Ihre luftreinigenden Eigenschaften sind übrigens ein netter Nebeneffekt – sie filtert Schadstoffe und macht die Luft frischer. Also: richtig platzieren, und sie ist ein Gewinn für dein Zuhause!
Was tun bei einer Vergiftung durch die Efeutute?
Falls es doch mal passiert und jemand – oder ein Haustier – von der Efeutute genascht hat, bleib ruhig, aber handle schnell. Erster Schritt: Gib Wasser zu trinken, um die Giftstoffe zu verdünnen. Das hilft, die Reizung im Mund zu lindern und die Calciumoxalat-Kristalle auszuspülen. Aber bitte kein Erbrechen auslösen – das macht alles nur schlimmer, weil die Schleimhäute noch mehr gereizt werden.
Falls Pflanzensaft auf die Haut oder in die Augen gelangt ist, spül gründlich mit klarem Wasser. Bei Kindern oder Tieren mit Symptomen wie starkem Erbrechen, Atemnot oder Herzrasen solltest du sofort einen Arzt oder Tierarzt rufen. Sag dabei klar, dass es um die Efeutute (Epipremnum aureum) geht, damit die richtigen Maßnahmen getroffen werden. Für erste Hilfe kannst du auch eine Giftnotrufnummer anrufen – die haben oft gute Tipps parat.
Hier ein paar schnelle Schritte im Überblick:
- Wasser trinken lassen, um Giftstoffe zu verdünnen.
- Haut oder Augen mit Wasser spülen, wenn Saft draufkam.
- Bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe holen.
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Ruhe bewahren – Panik hilft niemandem!
Mit diesen Maßnahmen bist du gut vorbereitet, falls mal was schiefgeht. Aber ehrlich: Mit etwas Vorsicht passiert das gar nicht erst.
Fazit: Die Efeutute – ein grüner Schatz mit kleinen Tücken
Die Efeutute ist eine fantastische Zimmerpflanze: pflegeleicht, dekorativ und vielseitig. Ihre Blätter und ihre Kletterfreude machen sie zu einem Hingucker, und mit minimaler Pflege gedeiht sie prächtig. Aber sie hat eben auch ihre Schattenseite – sie ist giftig, und das solltest du nicht unterschätzen. Calciumoxalat in ihren Teilen kann für Menschen und Haustiere wie Katzen oder Hunde unangenehme Symptome wie Erbrechen oder Schwellungen auslösen. Besonders bei Kindern und neugierigen Vierbeinern ist Vorsicht geboten. Stell sie hoch, trag Handschuhe bei der Pflege und genieß sie mit einem wachsamen Auge – dann steht deinem grünen Glück nichts im Weg!
Häufig gestellte Fragen
Kann die Efeutute auch im Wasser giftig sein, z. B. in einem Aquarium?
Die Efeutute wird manchmal in Aquarien als Hydrokultur genutzt, weil ihre Wurzeln das Wasser reinigen. Die Giftstoffe, vor allem Calciumoxalat, bleiben aber in den Blättern und Stängeln – nicht im Wasser selbst. Fische, die nicht an den oberirdischen Teilen knabbern, sind also sicher. Es gibt allerdings Diskussionen, ob bestimmte Fischarten empfindlicher reagieren könnten. Wenn du sie im Aquarium hast, achte darauf, dass die Blätter oben bleiben und nicht ins Wasser hängen. So bleibt es unbedenklich.
Wie erkenne ich verschiedene Efeututen-Arten und sind alle giftig?
Es gibt verschiedene Sorten, wie die Goldene Efeutute (Epipremnum aureum) oder die gefleckte Scindapsus. Sie unterscheiden sich in Blattmuster und Farbe – manche sind grün, andere gelb-weiß marmoriert. Alle gehören zu den Aronstabgewächsen und sind giftig, weil sie Calciumoxalat enthalten. Die Wirkung ist bei allen ähnlich, also gilt die gleiche Vorsicht. Schau auf die Blattform und -farbe, um sie zu unterscheiden – die Pflege bleibt gleich!
Kann die Efeutute Allergien auslösen?
Ja, der Pflanzensaft kann bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen wie Hautausschlag oder Jucken hervorrufen. Das liegt am Calciumoxalat, das die Haut reizt. Wenn du empfindlich bist, trag beim Schneiden Handschuhe und wasch dir danach die Hände. Eine echte Pollenallergie ist unwahrscheinlich, da die Efeutute indoors kaum blüht. Bei Kontaktproblemen einfach vorsichtig sein – dann ist alles gut.
Was mache ich, wenn meine Efeutute gelbe Blätter bekommt?
Gelbe Blätter deuten meist auf zu viel Wasser hin. Die Efeutute mag keine nasse Erde – lass die oberste Schicht antrocknen, bevor du wieder gießt. Auch zu wenig Licht oder Nährstoffmangel könnten schuld sein. Stell sie heller (aber nicht in direkte Sonne) und gib ihr alle paar Wochen etwas Dünger. Schneid die gelben Blätter ab – mit Handschuhen, wegen des Safts – und sie erholt sich meist schnell.
Ist die Luftreinigung der Efeutute den Risiken wert?
Die Efeutute filtert Schadstoffe wie Formaldehyd aus der Luft – das ist definitiv ein Plus! Für die meisten Haushalte ohne kleine Kinder oder Haustiere überwiegen die Vorteile. Wenn du sie sicher platzierst und beim Umgang aufpasst, sind die Risiken minimal. Sie ist eine tolle grüne Lösung für bessere Luft, solange du ihre giftige Seite im Blick hast. Es liegt an deinem Haushalt, ob sie passt!
