
Deine Monstera retten: So bringst du sie wieder zum Strahlen
Ben BeyerDeine Monstera sieht nicht mehr so prächtig aus wie früher? Hängen die Blätter schlapp herunter, zeigen sie braune oder gelbe Flecken, oder bleibt das Wachstum aus? Kein Grund zur Sorge – mit ein bisschen Aufmerksamkeit und den richtigen Tricks kannst du deine Zimmerpflanze wieder fit machen. In diesem Artikel erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie du deine Monstera retten kannst – locker, verständlich und ohne kompliziertes Fachgedöns.
Zusammenfassung: Die 7 wichtigsten Punkte
- Wasser im Blick behalten: Staunässe vermeiden, aber auch nicht zu trocken halten.
- Licht optimal wählen: Helles, indirektes Sonnenlicht ist perfekt.
- Luftfeuchtigkeit anpassen: Besprühen oder Luftbefeuchter nutzen.
- Erde frisch halten: Lockere, nährstoffreiche Erde für starke Wurzeln.
- Schädlinge früh erkennen: Spinnmilben und Pilze schnell bekämpfen.
- Luftwurzeln pflegen: Sie unterstützen das Wachstum deiner Pflanze.
- Umtopfen regelmäßig: Ein neuer Topf gibt der Monstera Schwung.
Wie rettest du eine Monstera mit braunen Blättern?
Braune Blätter an deiner Monstera sind ein klares Zeichen, dass etwas nicht stimmt – aber keine Panik, das kriegen wir hin. Oft liegt es am Wasserhaushalt. Wenn die Erde ständig nass ist, können die Wurzeln nicht atmen, und es droht Wurzelfäule. Schau mal in den Topf: Steht Wasser drin, oder fühlt sich die Erde matschig an? Dann gieß künftig weniger und sorge für bessere Drainage. Misch etwas Sand oder Perlit in die Erde, damit sie lockerer wird und überschüssiges Wasser abfließen kann.
Aber auch das Gegenteil kann der Grund sein: Zu wenig Wasser lässt die Blätter austrocknen, besonders an den Spitzen. Gieß deine Monstera gleichmäßig, bis Wasser unten herausläuft, und kippe das Restwasser weg. Im Sommer braucht sie mehr als im Winter – taste dich ran, indem du die oberste Erdschicht prüfst. Ist sie trocken, ist es Zeit zum Gießen. Ein Rhythmus von ein bis zwei Wochen passt oft, je nach Standort und Temperaturen.
Ein weiteres Problem könnte zu viel Sonne sein. Direkte Sonneneinstrahlung verursacht Sonnenbrand, und die Blätter werden braun oder fleckig. Stell deine Monstera an einen Platz mit hellem, indirektem Licht – das liebt das Fensterblatt. Schneide die braunen Stellen mit einer sauberen Schere ab, damit die Pflanze ihre Kraft in neue Blätter steckt. Mit etwas Geduld sieht sie bald wieder top aus.
Warum hat deine Monstera gelbe Blätter und wie hilfst du ihr?
Gelbe Blätter sind ein Warnsignal, das du ernst nehmen solltest. Häufig steckt zu viel Wasser dahinter. Wenn die Wurzeln dauerhaft im Nassen stehen, werden sie matschig und können keine Nährstoffe mehr aufnehmen – das Ergebnis sind gelbe, schlaffe Blätter. Grab vorsichtig in der Erde nach: Riecht sie modrig, oder sind die Wurzeln braun und weich? Dann hat sich Wurzelfäule eingeschlichen. Nimm die Pflanze aus dem Topf, schneide die kranken Wurzeln ab und setz sie in frische, lockere Erde. Gieß danach sparsam, bis sie sich erholt hat.
Ein Nährstoffmangel ist eine weitere mögliche Ursache. Deine Monstera braucht ab und zu eine Extra-Portion Power, besonders in der Wachstumsphase im Frühling und Sommer. Gib ihr alle vier Wochen einen flüssigen Zimmerpflanzendünger ins Gießwasser – aber nicht übertreiben, denn zu viel Dünger schadet den Wurzeln und kann sie verbrennen. Im Herbst und Winter kannst du das Düngen skippen, da die Pflanze dann ruht. Schau dir die Blätter an: Werden sie blassgelb, fehlen Nährstoffe; bleiben sie kräftig grün, bist du auf dem richtigen Weg.
Die Luftfeuchtigkeit spielt auch eine große Rolle. Monsteras kommen aus tropischen Regionen und lieben feuchte Luft. Wenn dein Wohnzimmer eher trocken ist – etwa durch Heizungsluft im Winter –, färben sich die Blätter gelb. Besprüh sie regelmäßig mit Wasser, stell eine Schale mit Kieselsteinen und Wasser unter den Topf oder hol dir einen kleinen Luftbefeuchter. Eine Luftfeuchtigkeit von 50–60 % macht deine Monstera glücklich und hält die Blätter saftig grün.
Monstera retten: Schädlinge und Krankheiten in den Griff kriegen
Schädlinge können deiner Monstera ganz schön zusetzen, besonders Spinnmilben. Die kleinen Biester lieben trockene Luft und machen sich auf den Blättern breit. Siehst du feine Gespinste, winzige Punkte oder blasse Flecken? Dann ist es Zeit zu handeln. Wisch die Blätter mit einem feuchten Tuch ab und dusch die Pflanze lauwarm ab, um die Schädlinge wegzuspülen. Bei starkem Befall hilft ein biologisches Mittel aus dem Gartencenter – einfach nach Anleitung anwenden. Erhöh die Luftfeuchtigkeit, damit die Milben keine Chance mehr haben.
Auch Pilze sind ein Thema, vor allem, wenn die Erde zu feucht ist oder die Luft nicht zirkuliert. Graue, schwarze oder matschige Flecken auf den Blättern deuten auf Pilzbefall hin. Schneide die betroffenen Stellen großzügig ab und entsorg sie im Müll – nicht im Kompost, damit sich die Pilze nicht verbreiten. Reduzier das Gießen und stell die Monstera an einen Platz mit guter Luftzirkulation, fern von Wänden oder anderen Pflanzen. Ein bisschen Vorsorge, wie regelmäßiges Lüften, hält Pilze fern.
Eine gesunde Monstera ist widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten. Check regelmäßig die Blattunterseiten und Luftwurzeln – sind sie fit, hat deine Pflanze bessere Chancen. Und keine Sorge: Mit etwas Aufmerksamkeit und den richtigen Maßnahmen bleibt dein Fensterblatt ein echter Hingucker.
Der perfekte Standort für deine Monstera
Der Standort ist entscheidend, damit deine Monstera richtig loslegt. Sie liebt helles, indirektes Licht – direkte Sonne ist nichts für sie, denn das führt zu Sonnenbrand und braunen Flecken. Ein Platz nahe einem Ost- oder Westfenster ist ideal; beim Südfenster hängst du einen leichten Vorhang davor, um das Licht zu filtern. Im Norden wird’s oft zu dunkel – dann wachsen die Blätter kleiner, und die Pflanze lahmt.
Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad sind optimal – im Winter nicht unter 15 Grad, sonst wird sie träge. Zugluft oder heiße Heizungsluft direkt daneben verträgt sie nicht gut; das trocknet die Blätter aus und stresst die Luftwurzeln. Schau dir die Pflanze an: Werden die Blätter gelb oder braun, stimmt was mit dem Standort nicht. Teste verschiedene Plätze, bis du den Sweet Spot findest.
Luftfeuchtigkeit ist ein Extra-Punkt. In ihrer Heimat wächst die Monstera in feuchten Tropenwäldern, also mag sie es, wenn die Luft nicht zu trocken ist. Stell eine Schale mit Wasser und Kieselsteinen unter den Topf, besprüh die Blätter oder nutz einen Luftbefeuchter. Eine Luftfeuchtigkeit von 50–60 % lässt sie aufblühen – du siehst den Unterschied an glänzenden, gesunden Blättern.
Monstera retten durch Umtopfen: Wurzeln fit machen
Wann hast du deine Monstera zuletzt umgetopft? Wenn die Wurzeln aus dem Topf quellen oder die Erde hart und ausgelaugt ist, wird’s Zeit. Alle ein bis zwei Jahre umzutopfen hält die Pflanze frisch und fördert das Wachstum. Nimm einen Topf, der ein paar Zentimeter größer ist, und füll ihn mit lockerer, nährstoffreicher Erde – eine Mischung aus Zimmerpflanzenerde und etwas Perlit ist perfekt.
Beim Umtopfen kannst du die Wurzeln genau unter die Lupe nehmen. Gesunde Wurzeln sind weiß oder hellbraun und fest; dunkle, weiche oder faulige Stellen schneidest du mit einer sauberen Schere ab. Das rettet die Monstera vor Wurzelfäule und gibt ihr neuen Schwung. Luftwurzeln, die lang genug sind, steckst du in die Erde – sie helfen der Pflanze, sich im neuen Topf einzuleben. Nach dem Umtopfen gießt du sparsam und stellst sie an einen ruhigen, hellen Platz ohne Zugluft.
Die ersten Wochen nach dem Umtopfen sind entscheidend. Die Monstera braucht Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Vermeid Stress wie direktes Sonnenlicht oder zu viel Wasser. Wenn sie sich eingelebt hat – meist nach drei bis vier Wochen –, siehst du neues Wachstum. Geduld zahlt sich hier aus!
So sorgst du für gesundes Wachstum deiner Monstera
Eine Monstera, die fleißig neue Blätter treibt, ist ein echter Hingucker. Damit das klappt, braucht sie eine solide Pflege-Routine. Gießen ist das A und O: Die Erde sollte leicht feucht bleiben, aber nie nass. Im Sommer gießt du alle paar Tage, im Winter seltener – prüf mit dem Finger, ob die oberste Schicht trocken ist, bevor du wieder Wasser gibst. Zu viel Wasser führt zu Staunässe, zu wenig lässt die Blätter hängen.
Düngen gibt deiner Monstera den nötigen Boost. Von März bis August mischt du alle vier Wochen etwas flüssigen Dünger ins Gießwasser – ein Zimmerpflanzendünger mit ausgewogenen Nährstoffen reicht völlig. Im Herbst und Winter lässt du das weg, da die Pflanze dann in die Ruhephase geht. Achte auf die Blätter: Werden sie klein oder blass, fehlen Nährstoffe; bleiben sie groß und grün, machst du alles richtig.
Hier ein paar praktische Tipps in Kürze:
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Licht: Hell, aber indirekt – kein direktes Sonnenlicht.
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Luftfeuchtigkeit: 50–60 % durch Besprühen oder Luftbefeuchter.
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Stecklinge: Ableger im Wasser wurzeln lassen und einpflanzen.
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Abschneiden: Alte, kranke Blätter oder Luftwurzeln entfernen.
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Standort: Zugluft vermeiden, Temperaturen stabil halten.
Mit diesen Basics bleibt deine Monstera fit und wächst wie verrückt.
Fazit: Deine Monstera wieder auf Kurs bringen
Eine Monstera zu retten ist kein Hexenwerk – mit ein bisschen Aufmerksamkeit und den richtigen Kniffen klappt das. Schau dir Wasser, Licht und Luftfeuchtigkeit an – das sind die Grundpfeiler. Braune oder gelbe Blätter, Schädlinge oder kranke Luftwurzeln? Mit gezielten Maßnahmen wie Umtopfen, Düngen und einem guten Standort bringst du sie wieder in Form. Beobachte deine Pflanze, pass die Pflege an und gib ihr Zeit – dann strahlt dein Fensterblatt bald wieder in vollem Glanz!
FAQs: Häufige Fragen rund ums Monstera-Retten
Kann ich eine Monstera mit nur einem Blatt noch retten?
Klar, das ist möglich! Solange die Wurzeln gesund sind, hat deine Pflanze eine Chance. Stell sie an einen hellen Platz mit indirektem Licht, gieß sparsam und besprüh die Luftwurzeln regelmäßig, um die Luftfeuchtigkeit hochzuhalten. Gib ihr alle paar Wochen etwas Dünger, aber nicht zu viel. Stress wie häufiges Umtopfen vermeidest du besser – lass sie erst stabil werden. Es kann ein paar Wochen oder sogar Monate dauern, bis neue Blätter sprießen, aber Monsteras sind zäh!
Wie erkenne ich, ob meine Monstera zu viel Sonne abbekommt?
Zu viel Sonne zeigt sich durch braune, trockene Flecken oder wellige Blätter – das ist Sonnenbrand. Auch wenn die Blätter verblassen oder gelblich werden, ist das ein Hinweis. Direktes Sonnenlicht verträgt sie nur kurz; sie braucht helles, indirektes Licht. Schieb sie ein Stück vom Fenster weg oder häng einen leichten Vorhang dazwischen. Beobachte, wie sie reagiert – nach ein paar Tagen an einem neuen Platz siehst du, ob’s ihr besser geht.
Was tun, wenn die Luftwurzeln meiner Monstera absterben?
Abgestorbene Luftwurzeln – braun, trocken oder schrumpelig – schneidest du mit einer sauberen Schere ab; sie nützen der Pflanze nicht mehr. Gesunde Luftwurzeln (fest und hellbraun) lässt du dran und steckst sie in die Erde oder leitest sie an einem Stab entlang. Trockene Luft ist oft der Übeltäter – besprüh sie täglich mit Wasser oder stell einen Luftbefeuchter auf. So bleiben die Luftwurzeln fit und unterstützen das Wachstum deiner Monstera.Warum wächst meine Monstera nicht, obwohl sie gesund aussieht?
Wenn sie nicht wächst, fehlt ihr vielleicht Licht, Nährstoffe oder Platz. Ist der Standort hell genug? Zu wenig Licht bremst das Wachstum, und die Blätter bleiben klein. Düng im Frühling und Sommer alle vier Wochen, und prüf den Topf – quellen die Wurzeln raus, ist er zu klein. Im Winter ruht die Pflanze oft, also keine Panik, wenn sie dann pausiert. Mit Geduld und kleinen Anpassungen legt sie wieder los.
Ist eine Monstera mit Wurzelfäule noch zu retten?
Ja, aber du musst schnell reagieren! Nimm sie aus dem Topf, schneid alle fauligen, weichen Wurzeln ab – sie riechen oft unangenehm und sind braun oder schwarz. Setz die Pflanze in frische, lockere Erde und gieß die ersten Wochen nur wenig, damit die gesunden Wurzeln sich erholen. Stell sie an einen luftigen, hellen Platz ohne direkte Sonne. Mit etwas Glück treibt sie nach ein paar Wochen wieder aus – gib ihr Zeit und drück die Daumen!
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Über den Autor
Ben Beyer ist Gründer von florage.de – dem ersten Pflanzen-Shop für Menschen ohne grünen Daumen. Mit digitaler Unterstützung und smarter Pflegehilfe macht er Zimmerpflanzen alltagstauglich und langlebig.
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