Chlorophytum

Grünlilie Arten: 9 Sorten im Vergleich

Kurz gesagt

Die wichtigsten Grünlilie Arten sind Chlorophytum comosum mit Sorten wie Vittatum, Variegatum, Ocean, Bonnie, Lemon und Atlantic sowie die orange Chlorophytum orchidastrum. Die Sorten unterscheiden sich in Lage der Streifen, Blattform und Höhe zwischen 15 und 45 cm. Chlorophytum comosum ist laut ASPCA ungiftig für Katzen und Hunde.

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Grünlilie Arten gibt es mehr, als die meisten Fensterbänke vermuten lassen: Die Gattung Chlorophytum umfasst je nach botanischer Zählung rund 150 bis 200 Arten. Im Handel findest du davon fast nur Sorten von Chlorophytum comosum und dazu die orange Chlorophytum orchidastrum. Die Sorten unterscheiden sich in Blattzeichnung, Wuchsform und Lichtbedarf, und genau danach suchst du sie aus. Hier stehen 9 Sorten im Vergleich, mit Erkennungstabelle, Größen und einer ehrlichen Antwort darauf, wann eine Grünlilie nicht zu dir passt.

Welche Grünlilie Arten gibt es?

Als Zimmerpflanze kommen zwei Grünlilie Arten in Frage: Chlorophytum comosum mit mindestens acht gängigen Sorten und Chlorophytum orchidastrum mit orangefarbenen Blattstielen. Die übrigen Chlorophytum Arten wachsen wild in den Tropen und Subtropen Afrikas und Asiens und tauchen im Pflanzenhandel kaum auf.

Fast alles im Topf ist comosum. Wenn du von verschiedenen Grünlilien Arten liest, sind meistens Sorten derselben Art gemeint, die sich nur in Streifen, Locken und Wuchshöhe unterscheiden. Die beiden echten Arten sehen sich dagegen so wenig ähnlich, dass du sie ohne Etikett kaum als Verwandte erkennen würdest, denn orchidastrum hat breite, ovale Blätter, leuchtend orange Stiele und bildet keine hängenden Ausläufer mit Kindeln. Woran erkennst du also auf einen Blick, welche der beiden Grünlilie verschiedene Arten du vor dir hast?

Merkmal Chlorophytum comosum Chlorophytum orchidastrum
Blattform lang, schmal, grasartig, 20 bis 45 cm breit, oval bis lanzettlich, 15 bis 30 cm
Stielfarbe grün bis gelblich leuchtend orange
Kindel an Ausläufern ja nein
Vermehrung Kindel, Teilung Teilung, Samen
Temperatur 10 bis 30 °C nicht unter 15 °C, besser 18 bis 25 °C
Schwierigkeit Anfänger leicht fortgeschritten

Vier Sorten von Chlorophytum comosum führen wir im Shop. Die Tabelle zeigt sie mit Endgröße, Licht, Gießen und Haustier-Verträglichkeit nebeneinander:

PflanzePreisEndgrößeLichtGießenHaustiere
Chlorophytum €14,90 bis ca. 40 cm Hell, indirekt RegelmäßigEinmal pro Woche. Ungiftig Ansehen
Chlorophytum Ocean €19,90 bis ca. 40 cm Hell, indirekt RegelmäßigEinmal pro Woche. Ungiftig Ansehen
Chlorophytum Comosum Bonnie €21,90 bis ca. 30 cm Hell, indirekt RegelmäßigEinmal pro Woche. Ungiftig Ansehen

Die 9 beliebtesten Grünlilie Sorten

Die 9 beliebtesten Grünlilie Sorten sind Vittatum, Variegatum, Ocean, Bonnie, die orange Chlorophytum orchidastrum, Lemon, Atlantic, Laxum mit Bichetii und die einfarbige Wildform. Alle außer der orangen Sorte gehören zu Chlorophytum comosum. Je mehr Weiß oder Gelb ein Blatt hat, desto weniger Blattgrün steht für die Photosynthese bereit, und desto heller muss die Pflanze stehen, wenn die Zeichnung erhalten bleiben soll. Was bedeutet das für deinen Standort? Die Lichtangaben stehen bei jeder Sorte.

Vittatum: die klassische Grünlilie

Chlorophytum comosum 'Vittatum' ist die Grünlilie, die die meisten vor Augen haben: eine grüne Pflanze mit weißen Streifen in der Blattmitte und grünen Rändern. Die Blätter werden 20 bis 40 cm lang und etwa 1 bis 2 cm breit. Sie wachsen zuerst aufrecht und biegen sich dann in einem weiten Bogen über den Topfrand. Wer eine grün weiße Zimmerpflanze sucht, die wenig Aufwand macht, landet fast immer bei dieser Sorte. Sobald die Pflanze den Topf gut durchwurzelt hat, treibt die Grünlilie Vittatum lange Ausläufer mit kleinen weißen Sternblüten und Kindeln, die 50 bis 80 cm über den Topf hinaushängen können. Wie die Blüte der Grünlilie abläuft und wann daraus Kindel werden, liest du im eigenen Artikel. Die Kindel bilden schon an der Mutterpflanze kleine Luftwurzeln. In Wasser oder direkt in Erde wurzeln sie nach etwa zwei Wochen an. So wird aus einer einzigen Pflanze innerhalb eines Sommers leicht ein halbes Dutzend neuer Grünlilien.

Chlorophytum (25cm, Ø12cm) im Kulturtopf schützt 1 m² Regenwald
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Licht braucht die Sorte weniger als die Grünlilien mit weißem Rand. Ein Ost- oder Westfenster reicht ihr, an einem Nordfenster wächst sie langsamer, und der Mittelstreifen wird schmaler und cremefarbener. Direkte Mittagssonne im Sommer verträgt sie nicht, die Blätter bekommen dann hellbraune, trockene Flecken. Gegossen wird, wenn die oberen 2 cm Erde trocken sind, im Sommer meist einmal pro Woche, im Winter alle 10 bis 14 Tage. Die fleischigen, weißen Wurzeln speichern Wasser, deshalb übersteht Chlorophytum comosum 'Vittatum' auch eine vergessene Woche ohne Schaden. Braune Blattspitzen sind bei dieser Sorte das häufigste Problem, sie entstehen meist durch kalkhaltiges Leitungswasser, trockene Heizungsluft oder einen zu kleinen Topf. Was gegen eine Grünlilie mit braunen Spitzen hilft, steht in unserem Pflege-Ratgeber. Wenn du nach Chlorophytum vittatum suchst, meinst du übrigens dieselbe Pflanze, der Artname comosum wird im Handel oft weggelassen. Sie bleibt mit 30 bis 40 cm Höhe kompakt genug für jede Fensterbank.

Variegatum: weißer Rand

Chlorophytum variegatum, korrekt Chlorophytum comosum 'Variegatum', ist das Gegenstück zur Vittatum: Die Blattmitte ist dunkelgrün, die Ränder sind weiß bis cremefarben. Dadurch wirkt die Pflanze dunkler und kontrastreicher, vor allem vor einer hellen Wand. Die Blätter sind mit 20 bis 40 cm ähnlich lang wie bei der Vittatum, stehen aber etwas steifer und hängen erst an älteren Pflanzen über den Topfrand. Auch die Grünlilie Variegatum bildet Ausläufer mit Kindeln, im Frühjahr und Sommer an Stielen, die bis zu 60 cm lang werden. Unter dem Handelsnamen Chlorophytum Irish findest du gelegentlich eine Pflanze mit ähnlich breitem weißem Rand. Ob das eine eigene Sorte oder nur ein anderer Verkaufsname ist, lässt sich an der Pflanze allein nicht sicher sagen. Für die Pflege macht es keinen Unterschied. Beide brauchen mehr Licht als die Sorten mit grüner Blattmitte, und beide wirken am stärksten, wenn sie frei auf einem Sockel oder einer breiten Fensterbank stehen.

Der Grund für den höheren Lichtbedarf liegt in den weißen Rändern. Sie enthalten kein Blattgrün, also muss die schmale grüne Mitte die ganze Photosynthese übernehmen. Ein Ost- oder Westfenster mit rund 800 bis 1.500 Lux am Standort hält die Zeichnung stabil. Zwei bis drei Meter vom Fenster entfernt werden neue Blätter schmaler gerandet, und die Pflanze treibt weniger Kindel. Das ist kein Schaden, die Pflanze passt sich nur an das schwächere Licht an. Stellst du sie wieder heller, zeigen die neuen Blätter nach einigen Wochen den breiten Rand zurück. Gießen und Düngen laufen bei Chlorophytum comosum variegatum genau wie bei der Vittatum: Wasser, wenn die oberen 2 cm Erde trocken sind, und von April bis September alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger. Bei Temperaturen unter 10 °C stellt sie das Wachstum ein, Frost verträgt sie nicht. Im Sommer darf sie auf einen geschützten Balkon, solange sie dort keine pralle Mittagssonne abbekommt.

Ocean

Chlorophytum comosum 'Ocean' ist die kompakteste Grünlilie mit glatten Blättern. Ihre Blätter sind kürzer und etwas breiter als bei Vittatum und Variegatum, sie haben eine grüne Mitte und einen schmalen, cremeweißen Rand. Statt über den Topf zu fallen, stehen sie überwiegend aufrecht und bilden einen runden Schopf. In unserem Shop hat die Grünlilie Ocean eine Endgröße von etwa 40 cm und kommt im Topf mit 15 cm Durchmesser. Die Sorte bildet deutlich weniger Ausläufer als die klassischen Grünlilien, sodass der Platz um den Topf herum frei bleibt. Bei mir hat sich die Ocean als Schreibtischpflanze bewährt, weil ihre Blätter nicht über den Bildschirmrand kippen. Wer ein Regal, eine schmale Fensterbank oder einen Couchtisch bepflanzen will, bekommt mit ihr eine Grünlilie, die nach zwei Jahren noch so ordentlich aussieht wie am ersten Tag. Ganz ohne Kindel bleibt sie aber nicht. Die wenigen Ausläufer, die sie im Sommer treibt, kannst du abschneiden oder für neue Pflanzen nutzen.

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Beim Licht liegt Chlorophytum comosum 'Ocean' zwischen Vittatum und Variegatum. Der weiße Rand ist schmaler als bei der Variegatum, deshalb hält sie ihre Zeichnung auch an einem Ost- oder Westfenster mit etwas Abstand. Direkte Mittagssonne hinter einem Südfenster solltest du im Sommer mit einem Vorhang abschwächen. Gießen musst du bei der Chlorophytum Ocean etwas seltener als bei den großen Sorten, weil die kompakte Pflanze weniger Blattmasse hat und weniger Wasser verdunstet. In der Praxis heißt das im Sommer etwa alle 7 bis 10 Tage, im Winter alle zwei Wochen, jeweils wenn die oberen 2 cm Erde trocken sind. Umgetopft wird sie alle zwei bis drei Jahre, wenn die dicken weißen Wurzeln oben aus der Erde drücken oder den Topf verformen. Mit ihrer runden Form wirkt sie auch in einer Gruppe mit einer hängenden Vittatum gut, weil die beiden unterschiedliche Höhen besetzen. Gedüngt wird sie von April bis September alle drei bis vier Wochen mit halb dosiertem Grünpflanzendünger.

Bonnie: die lockige Grünlilie

Chlorophytum comosum 'Bonnie' erkennst du sofort an ihren Blättern, die sich wie Korkenzieher drehen. Die Zeichnung entspricht der Vittatum, also weißer bis cremefarbener Mittelstreifen auf grünem Grund. Die Chlorophytum Bonnie bleibt mit 20 bis 30 cm Höhe kompakt, weil die gelockten Blätter nicht in die Länge wachsen, sondern sich um sich selbst winden. Je heller sie steht, desto stärker locken sich die Blätter. An einem dunklen Platz wachsen neue Blätter gerader und länger. Auch die Bonnie bildet Ausläufer mit Kindeln, und deren Blätter sind ebenfalls gelockt. Darum ist sie als kleine Ampel oder auf einem hohen Regal so beliebt: Oben sitzt ein dichter, lockiger Schopf, unten hängen die Kindel an 30 bis 50 cm langen, dünnen Stielen. Eine rein grüne Form ohne Mittelstreifen wird als 'Green Bonnie' verkauft. Sie kommt mit weniger Licht aus als alle gestreiften Sorten und ist damit die lockige Variante für einen Platz weiter weg vom Fenster.

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Die Grünlilie Bonnie ist die Sorte, mit der du am wenigsten falsch machst, wenn du wenig Platz hast. Sie braucht einen hellen Standort ohne pralle Mittagssonne, ein Ost- oder Westfenster passt gut, ein Nordfenster geht, dann allerdings mit schwächeren Locken. Gegossen wird wie bei den anderen comosum-Sorten, sobald die oberen 2 cm Erde trocken sind. Weil die Blätter eng gedreht sind, sammelt sich Staub in den Windungen, den du alle paar Wochen mit einer lauwarmen Dusche abspülst. Ihre Kindel lassen sich genauso leicht bewurzeln wie bei der Vittatum, so dass aus einer Chlorophytum comosum Bonnie in einem Sommer mehrere neue Pflanzen werden. Gedüngt wird sie im Sommer alle zwei bis drei Wochen mit Flüssigdünger für Grünpflanzen, im Winter gar nicht. Wird der Topf zu eng, drücken die dicken Wurzeln die Erde nach oben, dann ist es Zeit für einen Topf mit 2 bis 3 cm mehr Durchmesser. Gerade in einer Hängeampel trocknet die Erde schneller aus, deshalb prüfst du dort im Sommer alle fünf Tage mit dem Finger.

Orange Grünlilie (Chlorophytum orchidastrum)

Chlorophytum orchidastrum ist die einzige verbreitete Grünlilie, die nicht zu comosum gehört. Im Handel heißt sie Chlorophytum Green Orange oder Fire Flash, manche Händler führen sie auch unter Chlorophytum amaniense. Ihre Blätter sind breit, oval und glänzend dunkelgrün, die Blattstiele und die Mittelrippe leuchten orange. Die Grünlilie Orange wird etwa 30 bis 40 cm hoch und bildet keine hängenden Ausläufer mit Kindeln. Vermehrt wird sie durch Teilung beim Umtopfen.

Die Pflege ist anspruchsvoller als bei comosum. Unter 15 °C stellt die Chlorophytum Orange das Wachstum ein, und Wasser, das in der Blattbasis stehen bleibt, lässt die Stiele faulen. Sie mag 50 bis 60 % Luftfeuchtigkeit, bei trockener Heizungsluft befallen Spinnmilben sie schneller. Wer eine Grünlilie Green Orange kauft, gießt deshalb von unten oder direkt auf die Erde.

Lemon

Die Grünlilie Lemon hat schmale Blätter mit gelbgrünen Streifen statt weißer. Der Farbton ist zarter als bei den weiß gestreiften Sorten und wirkt im Raum heller, ohne grell zu sein. Mit 20 bis 30 cm Höhe bleibt sie eher kompakt. Sie bildet Ausläufer mit Kindeln wie die Vittatum.

In der Pflege unterscheidet sich Chlorophytum comosum 'Lemon' kaum von den anderen Sorten. Für eine kräftige Gelbfärbung braucht sie einen hellen Platz am Ost- oder Westfenster, im Schatten werden die Streifen grünlicher und verschwimmen mit dem Grundton. Wer den harten Weiß-Grün-Kontrast der Vittatum zu auffällig findet, aber eine gestreifte Grünlilie will, ist mit der Lemon gut beraten.

Atlantic

Chlorophytum comosum 'Atlantic' hat einen cremefarbenen Mittelstreifen mit dunkelgrünen Rändern und ähnelt damit auf den ersten Blick der Vittatum. Ihre Blätter sind aber schmaler, bandförmig und leicht gewellt, und sie wächst mit 30 bis 45 cm Höhe in einem dichten, überhängenden Schopf. Woran erkennst du sie im Laden? Am schnellsten an den gewellten, schmalen Blättern mit hellem Mittelstreifen. Passende Arten findest du in unserer Kategorie Hängepflanzen fürs Zimmer.

Wie alle panaschierten Sorten braucht sie einen hellen Platz. An einem Ost- oder Westfenster behält sie ihren Streifen, weiter im Raum werden neue Blätter grüner. Ab Spätfrühling bildet die Atlantic weiße Blüten an langen Stielen, an denen danach Kindel wachsen. In der Hängeampel kommt sie deshalb genauso gut zur Geltung wie die Vittatum.

Laxum und Bichetii

Chlorophytum laxum ist eine eigene, kleinbleibende Art aus dem tropischen Afrika, Asien und Australien. Im Handel findest du sie vor allem als Sorte 'Bichetii', die früher als eigene Art Chlorophytum bichetii geführt wurde. Ihre Blätter sind grasartig, nur etwa 1 cm breit und haben weiße Ränder. Die Pflanze wird 15 bis 25 cm hoch.

Anders als comosum bildet Chlorophytum Bichetii keine langen Ausläufer mit Kindeln, sondern wächst als dichter Horst. Vermehrt wird sie durch Teilung. Sie ist in Deutschland selten im Handel und eignet sich für kleine Schalen, Terrarien ohne Staunässe oder als Unterpflanzung größerer Kübel.

Einfarbige Wildform

Die Wildform von Chlorophytum comosum ist eine Grünlilie ohne Streifen, die Blätter sind durchgehend sattgrün. So wächst die Pflanze in ihrer Heimat im südlichen Afrika. Als Zimmerpflanze ist die Grünlilie einfarbig seltener zu finden, weil die gestreiften Sorten im Handel gefragter sind. Sie wird 30 bis 40 cm hoch und bildet viele Kindel.

Weil die Blätter komplett grün sind, kommt die Wildform mit weniger Licht aus als alle gestreiften Sorten. Ein Nordfenster oder ein heller Flur mit 300 bis 500 Lux reicht ihr. Kühle Räume bis etwa 10 °C übersteht sie ebenfalls. Wer eine Grünlilie für einen dunklen Platz sucht, nimmt diese Form oder die 'Green Bonnie'.

Chlorophytum comosum: Woher kommen Zimmerlilie, Sachsengras und Co.?

Chlorophytum comosum ist der botanische Name der Grünlilie, alle anderen Namen sind Volks- oder Handelsnamen derselben Pflanze. Zimmerlilie, Graslilie, Sachsengras und Spinnenpflanze meinen also dieselbe Art.

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) stammt aus dem südlichen und tropischen Afrika, wo sie im Halbschatten von Wäldern und an Flussufern wächst. Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern für „grün“ und „Pflanze“ zusammen. Das lateinische comosum bedeutet „schopfig“ und beschreibt die Blattrosette. Mit Lilien ist sie nicht näher verwandt.

Warum dann „Lilie“? Früher ordneten Botaniker die Grünlilie den Liliengewächsen zu, heute gehört sie zu den Spargelgewächsen (Asparagaceae). Der Name Zimmerlilie und die Graslilie als Zimmerpflanze stammen aus dieser Zeit, als die schmalen Blätter und die sechszähligen weißen Blüten für eine Lilie sprachen. Den Namen Spinnenpflanze hat sie aus dem Englischen übernommen, wo sie „spider plant“ heißt, weil die Kindel an ihren dünnen Stielen wie kleine Spinnen am Faden hängen. Für das Wort Sachsengras gibt es keine sicher belegte Herkunft.

Große und hängende Grünlilien

Eine Grünlilie wird mit ihren Blättern 30 bis 45 cm hoch und breit, mit Ausläufern hängt sie 50 bis 100 cm über den Topf. Am größten werden Vittatum und Variegatum, am kompaktesten bleiben Bonnie und Lemon.

Willst du eine Grünlilie groß und buschig ziehen, gibst du ihr Platz im Topf. In einem zu engen Gefäß bildet sie zwar mehr Kindel, die Mutterpflanze selbst wächst aber kaum noch. Eine große Grünlilie entsteht auch, wenn du mehrere Kindel zusammen in einen Topf setzt. Wie groß wird eine Grünlilie also wirklich? Die Sorte entscheidet. Licht und Topf verschieben die Werte nur um einige Zentimeter, wie die Tabelle zeigt:

Sorte Blattlänge Wuchs Ausläufer Hängeampel
Vittatum 20 bis 40 cm überhängend viele, 50 bis 80 cm sehr gut
Variegatum 20 bis 40 cm erst aufrecht, später überhängend viele, bis 60 cm gut
Ocean 15 bis 25 cm aufrecht, rund wenige weniger geeignet
Bonnie 15 bis 25 cm, gelockt kompakt mittel, 30 bis 50 cm sehr gut
Lemon 15 bis 25 cm kompakt mittel gut
Atlantic 20 bis 40 cm, schmal, gewellt überhängend viele gut
Orchidastrum 15 bis 30 cm aufrecht keine nicht geeignet
Wildform 20 bis 40 cm überhängend viele sehr gut

Als Hängepflanze nimmst du am besten eine Grünlilie mit vielen Ausläufern. Hängend kommt die Vittatum am besten zur Geltung, weil ihre Kindel an langen Stielen senkrecht nach unten hängen, und die Bonnie, deren lockige Kindel einen dichten Vorhang bilden. Häng die Ampel so, dass die Pflanze 1 bis 2 m vom Fenster entfernt hell steht.

Grünlilie Sorten erkennen

Wie sieht eine Grünlilie aus? Sie bildet eine Rosette aus schmalen, grasartigen Blättern, aus der im Sommer lange Stiele mit weißen Sternblüten und Kindeln wachsen. Welche Sorte du hast, erkennst du an drei Merkmalen: Lage der Streifen, Blattform und Wuchshöhe.

Fotos helfen beim Bestimmen nur begrenzt. Auf Grünlilie Bildern im Netz sehen Vittatum und Variegatum oft gleich aus, weil Licht und Kamera die Farben verfälschen. Schau dir deshalb ein einzelnes Blatt im Tageslicht an und vergleiche es mit der Tabelle, bevor du dir weitere Bilder von Grünlilie Arten online ansiehst. Liegt der weiße Streifen in der Mitte oder am Rand?

Sorte Streifen Farbe Blattform Höhe
Vittatum Mitte weiß bis creme glatt, lang, überhängend 30 bis 40 cm
Variegatum Rand weiß bis creme glatt, etwas steifer 30 bis 40 cm
Ocean Rand, schmal cremeweiß glatt, kurz, aufrecht 25 bis 40 cm
Bonnie Mitte weiß bis creme stark gelockt 20 bis 30 cm
Green Bonnie keine sattgrün stark gelockt 20 bis 30 cm
Lemon Streifen gelbgrün glatt, schmal 20 bis 30 cm
Atlantic Mitte creme schmal, leicht gewellt 30 bis 45 cm
Laxum 'Bichetii' Rand weiß grasartig, etwa 1 cm breit 15 bis 25 cm
Wildform keine sattgrün glatt, lang 30 bis 40 cm
Orchidastrum keine grün, Stiele orange breit, oval 30 bis 40 cm

Welche Grünlilie passt zu dir?

Für eine Hängeampel nimmst du Vittatum oder Bonnie, für Schreibtisch und Regal die Ocean und für einen dunklen Platz die grüne Wildform oder Green Bonnie. Variegatum, Atlantic und Lemon gehören an ein helles Ost- oder Westfenster.

Mit Haustieren ist die Grünlilie eine sichere Wahl. Die ASPCA führt Chlorophytum comosum als ungiftig für Katzen und Hunde. Das unterscheidet sie von vielen anderen pflegeleichten Zimmerpflanzen wie Bogenhanf oder Efeutute, die laut ASPCA für Katzen und Hunde giftig sind. Mehr dazu, was passiert, wenn deine Katze trotzdem an den Blättern knabbert, steht im Artikel Ist die Grünlilie giftig?. Weil sie kühle Nächte verträgt und mit einem Ost- oder Nordfenster auskommt, eignet sie sich auch für das Schlafzimmer, wo die Grünlilie mit wenig Pflege auskommt. Welche Arten sich dafür eignen, zeigt unsere Übersicht Pflanzen für wenig Licht.

Nicht für dich ist die Grünlilie, wenn du eine Pflanze willst, die ohne Zutun ordentlich bleibt. Die klassischen Sorten treiben jedes Jahr Ausläufer, und wer die Kindel nicht regelmäßig abschneidet, hat nach zwei Sommern einen Topf, an dem rundherum Pflanzen hängen. Wenn deine Katze alles Grüne zerkaut, wird die Grünlilie zwar keinen Schaden anrichten, aber schnell zerfleddert aussehen. Auch für einen Platz direkt hinter einem Südfenster ohne Vorhang ist sie die falsche Wahl, die Blätter verbrennen dort im Sommer. Und die orange orchidastrum passt nicht zu dir, wenn deine Wohnung im Winter unter 15 °C abkühlt.

Passt alles? Dann findest du alle lieferbaren Sorten in unserer Grünlilie-Kollektion.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Grünlilie giftig für Katzen?
Nein, Chlorophytum comosum enthält keine für Katzen giftigen Stoffe. Frisst eine Katze größere Mengen der Blätter, kann sie sich wie nach Gras erbrechen, das ist eine mechanische Reizung des Magens und keine Vergiftung. Auch für Hunde und Kinder gilt die Grünlilie als ungiftig.
Soll ich braune Spitzen an der Grünlilie abschneiden?
Ja, mit einer sauberen Schere. Schneide schräg entlang der Blattform und lass einen schmalen braunen Saum stehen, damit du kein gesundes Gewebe verletzt. Neue Blätter bleiben grün, wenn du mit abgestandenem oder Regenwasser gießt und alle ein bis zwei Jahre frische Erde gibst, damit sich keine Düngersalze anreichern.
Wann blüht die Grünlilie?
Die meisten Grünlilien blühen zwischen Frühjahr und Herbst, an hellen Standorten auch mehrmals im Jahr. Die Blüten sind klein, weiß und sternförmig und sitzen an denselben Stielen, an denen sich danach die Kindel bilden. Blüht sie nicht, steht sie meist zu dunkel oder in einem zu großen Topf.
Kann die Grünlilie im Schlafzimmer stehen?
Ja. Sie gibt nachts wie fast alle Pflanzen eine sehr kleine Menge Kohlendioxid ab, die neben der Atemluft eines Menschen keine Rolle spielt. Wichtiger ist der Abstand zur Heizung: Steht sie direkt darüber, trocknen Erde und Blattspitzen schnell aus.
Wie schnell wächst eine Grünlilie?
Ein bewurzeltes Kindel erreicht unter guten Bedingungen in ein bis zwei Jahren die volle Größe seiner Sorte. Im Sommer schiebt eine gesunde Pflanze alle paar Wochen neue Blätter nach, im Winter wächst sie kaum. Wer sie schneller groß haben will, setzt drei bis fünf Kindel zusammen in einen Topf.
Direkt vom Züchter

Welche Pflanze soll es werden?

Alle Pflanzen aus diesem Artikel sind sofort lieferbar. Jede wird von Hand verpackt und kommt in 2 bis 4 Werktagen bei dir an.

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Ben Beyer
Gründer & Pflanzenexperte

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Als Gründer von Florage beschäftige ich mich seit über 6 Jahren intensiv mit Zimmerpflanzen, von der richtigen Pflege bis zur Auswahl der besten Sorten. Jeder Artikel basiert auf echtem Praxiswissen.

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