Wenn du dich mit Zimmerpflanzen beschäftigst, stolperst du schnell über Begriffe wie Panaschierung, Rhizom oder Staunässe. Hier findest du die wichtigsten Fachbegriffe kurz und verständlich erklärt, damit du unsere Pflegeanleitungen ohne Rätselraten nutzen kannst.
Ableger
Ein Ableger ist ein Teil der Mutterpflanze, der abgetrennt und neu eingepflanzt wird, um eine neue Pflanze zu ziehen. Viele Zimmerpflanzen wie die Efeutute lassen sich so ganz einfach vermehren. Wie du Efeutute-Ableger richtig schneidest.
Steckling
Ein Steckling ist ein abgeschnittener Trieb, der in Wasser oder Erde neue Wurzeln bildet. Die häufigste Methode, um Zimmerpflanzen zu vermehren.
Bewurzelungspulver
Bewurzelungspulver enthält Pflanzenhormone, die die Wurzelbildung bei Stecklingen beschleunigen. Du tauchst die Schnittstelle kurz ein, bevor du den Steckling einpflanzt. Mehr über Bewurzelungspulver.
Drainage
Drainage bezeichnet den Wasserabzug im Topf, meist durch ein Abflussloch und eine Schicht aus Blähton oder Kies. Gute Drainage verhindert, dass Wasser am Topfboden steht.
Staunässe
Staunässe entsteht, wenn Gießwasser nicht abfließen kann und die Wurzeln dauerhaft im Nassen stehen. Sie ist die häufigste Ursache für eingehende Zimmerpflanzen.
Wurzelfäule
Wurzelfäule ist eine Folge von Staunässe: Die Wurzeln werden braun, matschig und können kein Wasser mehr aufnehmen. Betroffene Pflanzen brauchen sofort frisches, trockenes Substrat.
Substrat
Substrat ist das Material, in dem deine Pflanze wächst, von klassischer Blumenerde über Kokosfaser bis zu mineralischen Mischungen. Jede Pflanzenart hat eigene Ansprüche an ihr Substrat.
Hydrokultur
Bei Hydrokultur wächst die Pflanze nicht in Erde, sondern in Blähton mit Wasserreservoir. Das macht das Gießen planbarer und beugt Trauermücken vor.
Luftwurzel
Luftwurzeln wachsen oberhalb der Erde und nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf. Bei Monstera und Philodendron sind sie völlig normal und sollten nicht abgeschnitten werden.
Rhizom
Ein Rhizom ist ein verdickter, meist unterirdischer Spross, in dem die Pflanze Wasser und Nährstoffe speichert. Alocasia und Zamioculcas treiben aus Rhizomen aus.
Panaschierung
Panaschierung bezeichnet weiße oder gelbe Musterungen im Blatt, die durch chlorophyllfreie Zellen entstehen. Panaschierte Pflanzen brauchen mehr Licht als ihre grünen Verwandten.
Epiphyt
Ein Epiphyt oder Aufsitzerpflanze wächst in der Natur auf Bäumen statt im Boden. Tillandsien und viele Orchideen sind Epiphyten und ziehen Feuchtigkeit direkt aus der Luft.
Sukkulente
Sukkulenten speichern Wasser in dicken Blättern oder Stämmen und kommen wochenlang ohne Gießen aus. Perfekt für alle, die das Gießen gern mal vergessen. Sukkulenten bei Florage.
Rankhilfe
Eine Rankhilfe gibt Kletterpflanzen wie der Monstera Halt und leitet ihr Wachstum nach oben. Moosstäbe versorgen die Luftwurzeln zusätzlich mit Feuchtigkeit. Welche Rankhilfe zur Monstera passt.
Umtopfen
Beim Umtopfen bekommt deine Pflanze frisches Substrat und mehr Platz für die Wurzeln. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, alle ein bis drei Jahre.
NPK-Dünger
NPK steht für Stickstoff, Phosphor und Kalium, die drei Hauptnährstoffe jeder Pflanze. Das Verhältnis auf der Verpackung zeigt dir, wofür der Dünger gedacht ist.
Halbschatten
Halbschatten bedeutet helles Licht ohne direkte Mittagssonne, zum Beispiel an einem Ost- oder Westfenster. Die meisten tropischen Zimmerpflanzen fühlen sich hier am wohlsten.
Trauermücken
Trauermücken sind kleine schwarze Fliegen, deren Larven in feuchter Erde leben und junge Wurzeln anfressen. Sie verschwinden, wenn das Substrat zwischen den Wassergaben abtrocknet. Hausmittel gegen Trauermücken.
Wollläuse
Wollläuse erkennst du an watteartigen weißen Gespinsten in Blattachseln. Sie saugen Pflanzensaft und sollten früh bekämpft werden, bevor sie sich ausbreiten. Was gegen Wollläuse hilft.
Thripse
Thripse sind winzige längliche Insekten, die silbrige Saugspuren auf Blättern hinterlassen. Bei Befall hilft konsequentes Abduschen und das Entfernen betroffener Blätter. Die Stadien von Thripsen erkennen.
Spinnmilben
Spinnmilben treten vor allem bei trockener Heizungsluft auf und hinterlassen feine Gespinste an den Blattunterseiten. Höhere Luftfeuchtigkeit beugt einem Befall vor.



