Sarracenia kaufen: fleischfressende Schlauchpflanze für sonnige Fenster
Die Sarracenia, auf Deutsch Schlauchpflanze oder Trompetenpflanze, stammt aus den Mooren im Osten Nordamerikas. Dort wächst sie auf nährstoffarmem, nassem Boden und gleicht den Mangel aus, indem sie Insekten fängt. Ihre Blätter sind zu aufrechten Kannen umgebildet, an deren Rand Nektar Fliegen, Mücken und Wespen anlockt. Die Tiere rutschen an der glatten Innenwand ab und werden am Grund der Kanne verdaut. Diese Sarracenia wird mit etwa 20 cm Höhe im 12-cm-Topf geliefert. Weitere Sorten findest du in der Kategorie Sarracenia.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Standort: Volle Sonne mit mindestens 4 Stunden direktem Licht, Südfenster oder Balkon.
- Gießen: Untersetzer alle 2 bis 3 Tage mit 1 bis 2 cm Regenwasser füllen.
- Größe: Geliefert mit ca. 20 cm Höhe im 12-cm-Topf, Endgröße bis ca. 40 cm.
- Haustiere: Ungiftig für Katzen, Hunde und andere Haustiere.
- Pflegeaufwand: Mittel, wichtig sind Regenwasser, viel Sonne und eine kühle Winterruhe.
Welchen Standort braucht die Sarracenia?
Die Sarracenia braucht volle Sonne mit mindestens 4 Stunden direktem Licht am Tag. Am besten steht sie an einem Südfenster oder von Mai bis September draußen auf Balkon oder Terrasse. Dort fängt sie auch die meisten Insekten. Je mehr Sonne sie bekommt, desto kräftiger färben sich die Kannen rot und desto stabiler stehen sie aufrecht. Bei zu wenig Licht bleiben die Kannen grün, weich und klein.
Im Winter braucht die Sarracenia eine Ruhezeit von etwa 3 Monaten bei 0 bis 10 °C. Ein heller, ungeheizter Raum, ein kühles Treppenhaus oder ein frostfreier Balkon in milden Regionen eignen sich dafür. Ohne diese kühle Pause wird sie schwächer und bildet nach 1 bis 2 Jahren kaum noch Kannen. Im Sommer verträgt sie dagegen Temperaturen bis 30 °C problemlos, solange die Erde nass bleibt.
Wie pflegst du die Sarracenia richtig?
Die Sarracenia gießt du nach dem Anstauverfahren: Der Topf steht in einem Untersetzer, den du alle 2 bis 3 Tage mit 1 bis 2 cm Wasser auffüllst. Nimm dafür ausschließlich Regenwasser oder destilliertes Wasser. Leitungswasser enthält Kalk und Salze, die sich in der Erde anreichern und die feinen Wurzeln nach einigen Wochen schädigen. Im Winter hältst du die Erde nur feucht und lässt den Untersetzer leer.
Dünger braucht die Sarracenia nicht, er verbrennt ihre Wurzeln. Auch füttern musst du sie nicht, am Fenster oder draußen fängt sie genug Insekten. Fleisch oder Wurst gibst du ihr nie, das fault in der Kanne. Umtopfen ist alle 2 bis 3 Jahre im Frühjahr sinnvoll, ausschließlich in ungedüngten Weißtorf oder spezielle Erde für fleischfressende Pflanzen. Im Herbst werden die Kannen braun, das ist normal. Abgestorbene Kannen schneidest du dann ab.
Ist die Sarracenia giftig für Katzen und Hunde?
Nein, die Sarracenia ist ungiftig für Katzen, Hunde und andere Haustiere. Ihre Verdauungssäfte sind nur für kleine Insekten gefährlich und schaden größeren Tieren nicht. Knabbert deine Katze an einer Kanne, nimmt sie keinen Schaden, die Pflanze aber schon, denn beschädigte Kannen wachsen nicht nach. Stell sie deshalb an einen Platz, an dem Tiere sie nicht umwerfen. Weitere Pflanzen mit Fangmechanismus findest du in der Kategorie fleischfressende Pflanzen.
Für welche Räume eignet sich die Sarracenia?
Die Sarracenia eignet sich für helle Wohnzimmer, Wintergärten und Küchen mit Südfenster. In der Küche fängt sie im Sommer Fruchtfliegen und Mücken, solange sie dort genug Sonne bekommt. Mit 20 cm Liefergröße und einem 12-cm-Topf passt sie auf jede Fensterbank, wenn genug Platz für einen Untersetzer mit Wasser bleibt. Weitere Arten für viel Licht findest du in der Kategorie Zimmerpflanzen fürs Südfenster.
Für Nordfenster, dunkle Räume und Bäder ohne Fenster ist sie nicht geeignet, dort bildet sie keine stabilen Kannen. Am wohlsten fühlt sie sich, wenn sie im Sommer draußen steht und im Winter kühl ruht. Für Kinder ist sie eine spannende Pflanze, weil sie beobachten können, wie Insekten gefangen werden, und sie dabei völlig ungiftig ist.