Misty Forest
An der rauen Nordwestküste Kanadas, auf Porcher Island, liegt ein Wald aus Nebel, Gezeiten und Moor, Heimat von Küstenwölfen, Seeadlern und einer kleinen Moorpflanze, die bei uns fast verschwunden ist.
Eine Insel im Rhythmusvon Ebbe und Flut.
Der Misty Forest liegt auf Porcher Island in British Columbia, rund 40 km südlich von Prince Rupert, nah der Grenze zu Alaska. Ein gemäßigter Küstenregenwald, der aus Wald, Gewässern, Küste und, zu großen Teilen, aus Hochmoor besteht. Ständiger Nebel und bis zu 3.000 mm Regen im Jahr halten alles in Bewegung und in Grün.
- Land & Region
- Kanada · British Columbia
- Lebensraum
- Gemäßigter Küstenregenwald
- Geschützte Fläche
- 166,5 Hektar
- Habitate
- Wald, Hochmoor & Küste
Ein Regenwald, der nicht von Hitze lebt, sondern von Wasser.
Hier fällt kein tropischer Platzregen, hier nieselt, tropft und nebelt es fast ohne Pause. Genau diese ständige Feuchte lässt Moose von den Ästen hängen, Farne den Boden überziehen und Bäume über Jahrhunderte in den Himmel wachsen.
Wölfe, die am Strand jagen.
Der Küstenwolf fischt im Watt, Seeotter treiben im Kelp, Seeadler kreisen über moosigen Wipfeln. Eine Tierwelt, die zwischen Wald, Moor und Meer lebt, und die jeder geschützte Quadratmeter mitbewahrt.




Aus Peru kommen viele Deiner Pflanzen.
Aus Kanada kommt eine Erkenntnis.
Ehrlich gesagt: Kaum eine Zimmerpflanze stammt aus einem kühlen Küstenregenwald. Also tun wir nicht so. Was der Misty Forest mit Deiner Fensterbank teilt, ist etwas anderes, Wasser, Moos und die Einsicht, dass Moor wertvoller ist als billige Blumenerde.

Im Misty Forest gehört das Hochmoor fest zum Wald. Und Moor ist das Erste, was bei uns für Erde stirbt.
Zwischen Torfmoos und Nebel wächst auf Porcher Island der Sonnentau, eine fleischfressende Moorpflanze. Genau diese Gattung wuchs einst in tausenden deutschen Mooren. Heute sind bei uns nur noch 2 % der Moore übrig: trockengelegt, vielfach für Blumenerde abgebaut. Der Sonnentau in Kanada ist der wilde Zwilling dessen, was wir verloren haben.
Ist ein Moor einmal entwässert, wird aus dem Kohlenstoffspeicher eine Kohlenstoffquelle. Ein intaktes Moor wie auf Porcher Island bewahrt seinen über Jahrtausende gespeicherten Kohlenstoff, solange es nass bleibt.
Warum Moor auch in Deinem Blumentopf zählt.
Der Schutz auf Porcher Island und torffreies Gärtnern bei Dir sind dasselbe Ziel von zwei Seiten. Deutschland steigt bis 2026 schrittweise aus dem Hobby-Torf aus, ein guter Moment, schon heute genauer hinzuschauen.
Moor wird zu Erde gemacht
Ein Großteil herkömmlicher Blumenerde besteht aus Torf, abgebaut aus trockengelegten Mooren, bei uns und weltweit. Der Hobby-Bereich ist dabei der größte Hebel.
Aus Speicher wird Quelle
Beim Trockenlegen entweicht der über Jahrtausende gebundene Kohlenstoff als CO₂. Was im Moor sicher lag, landet in der Atmosphäre.
Es geht auch ohne
Torffreie Substrate, Kokos, Kompost und Rindenhumus, ein Moosstab statt Torf, bewusstes Umtopfen, jede Entscheidung gegen Torf schützt ein Stück Moor.
Ehrlich gesagt: Noch sind nicht alle unsere Pflanzen torffrei, Jungpflanzen kommen oft in torfhaltigem Substrat zu uns. Wir geben hier kein „torffrei“-Versprechen ab, das wir nicht für jede Pflanze halten können. Stattdessen sagen wir Dir transparent, wo wir stehen, arbeiten daran, und schützen mit Wilderness International echtes Moor.
Nebel, Moos und Farne, auch auf Deiner Fensterbank.
Diese Pflanzen stammen nicht aus Kanada. Aber sie leben von genau dem, was den Misty Forest ausmacht: hoher Luftfeuchte, Moos und dem Leben auf anderen Pflanzen. Wer den Nebelwald versteht, pflegt sie besser.

Geweihfarn
Ein Aufsitzer-Farn, lebt wie die Farne und Moose des Misty Forest auf anderen Pflanzen statt in der Erde.

Korbmarante
Liebt genau die feuchte, schattige Luft, die im Nebelwald herrscht. Sprühen und gruppieren macht sie glücklich.

Purpurtute
Klettert an Moosstäben hoch, eine Erinnerung an die moosbehangenen Stämme des Küstenregenwaldes.
Kleiner Hinweis zur Ehrlichkeit: Diese Pflanzen sind keine Bewohner des Misty Forest, sie teilen nur seine Vorlieben für Feuchte und Moos.
Jede Pflanze schützt 1 m²Wald und Moor in Kanada.
Für jede vermittelte Florage-Pflanze wird, gemeinsam mit Wilderness International, ein realer Quadratmeter des Misty Forest rechtssicher gekauft und vor Rodung bewahrt. Das schützt stehenden Wald und das Moor darunter zugleich. Am Ende jedes Jahres erhält Florage eine Urkunde über die gesamte geschützte Fläche, mit den genauen Koordinaten auf Porcher Island.
Die 60 kg CO₂ beziehen sich auf die Biomasse des Waldes. Im Hochmoor darunter bleibt zusätzlich Kohlenstoff gebunden, ein weiterer Grund, es zu bewahren.

Beispiel-Urkunde · Florage erhält jährlich eine Urkunde über die gesamte geschützte Fläche.
Wie aus Quadratmetern bewahrte Wildnis wird.
Eine Fläche zu kaufen ist der Anfang. Sie zu erforschen, zu kartieren und dauerhaft zu sichern, ist die eigentliche Arbeit, an einer der unzugänglichsten Küsten der Welt.
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Wissenschaft an einer abgelegenen Küste
Forscher:innen kartieren Wald, Moor und Küste und dokumentieren die Artenvielfalt. So wird messbar, was der Schutz bewahrt.

Schutz, der die Küste kennt
Expeditionen kartieren Wald, Moor und Küste, und der Schutz entsteht in Abstimmung mit den Menschen der Region, damit aus geschützter Fläche dauerhaft bewahrte Wildnis wird.
Wildnis ins Wohnzimmer.Schutz für das Original.
Hol Dir gesundes Grün nach Hause, und schütze mit jeder Pflanze 1 m² echten Wald und Moor an der kanadischen Küste. Torffrei gärtnern und wilde Natur bewahren ist dasselbe Ziel von zwei Seiten.



