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Philodendron Moonlight Pflege

Der Philodendron Moonlight ist ein sehr besonderer Philodendron. Aber über welchen Philodendron kann man das nicht sagen? Philodendren sind die wohl beliebtesten Pflanzen auf dem Markt und das auch völlig zurecht. Immerhin sieht keine aus wie die Andere.

So auch der Philodendron Moonlight mit seinen fast neongelben länglichen Blättern. Wenn man junge Pflanzen von oben ansieht, könnte man fast meinen es handle sich um eine junge Salatpflanze.

Die Färbung des Philodendron Moonlight kann dabei von neongrün über Limettengrün zu neongelb reichen. Besonders junge Blätter sind sehr hell gefärbt.

Durch diese besondere Färbung bringt der Philodendron Moonlight sehr besondere farbliche Akzente in deinen Ubran-Jungle. Übrigens, wenn du noch ein paar Rotakzente suchst, empfehle ich dir den Philodendron Erubescens.

Wer den Philodendron Moonlight in seinem natürlichen Habitat sehen will, kann lange suchen, da es sich bei dieser Art um eine Züchtung handelt. Die “Eltern” des Hybriden sind jedoch unbekannt. Da es sich jedoch um Philodendren handelt, kannst du davon ausgehen, dass diese aus dem südamerikanischen kommen.

Mehrere Philodendron Moonlight

 

Wachstum

Der Philodendron Moonlight ähnelt im Wachstum sehr stark dem Philodendron Burle Marx. Er wird für Philodendren nicht besonders groß (bis zu 60 Zentimeter hoch) und wächst sehr buschig.

Die Blätter können jedoch bis zu 30 Zentimeter lang werden und verändern sich im Laufe des Lebens von einer ovalen zu einer länglichen Form. Während des Wachstums werden außerdem die Blätter dicker und die Blattadern versenken mehr im Blatt, wodurch ein faltiger Look entsteht.

Der Philodendron Moonlight braucht anders als die meisten Philodendren keine Kletterhilfe, er gehört zu den selbststützenden Philodendren. Du kannst ihm jedoch gerne trotzdem eine Rankhilfe zur Verfügung stellen, da er dennoch Ranken bilden kann.

Temperatur

Da diese Art, bzw. die Vorfahren dieser Art aus dem Regenwald Südamerikas kommen, liebt der Philodendron Moonlight höhere Temperaturen, aber keine Sorge, du musst ihn nicht in ein Gewächshaus pflanzen, denn normale Zimmertemperaturen reichen komplett aus.

Das Optimum des Philodendron Moonlight scheint irgendwo zwischen 23°C und 27°C liegen. Temperaturen unter 20°C werden zwar toleriert, jedoch mit einem langsamen Wachstum und einer weniger schönen Farbe gestraft. Du solltest die Temperatur also möglichst über 20°C halten.

Die absolute Grenze sind übrigens 15°C. Unter dieser geht der Philodendron Moonlight binnen weniger Tage ein.

Im Sommer kannst du deinen Philodendron Moonlight gerne rausstellen. Du solltest ihn jedoch vor den ersten kühleren Temperaturen reinholen. Zudem solltest du direktes Sonnenlicht vermeiden (dazu gleich mehr) und ihn langsam an die neuen Bedingungen gewöhnen.

Licht/Standort

Im Dschungel Südamerikas, wächst diese wunderbare Art im Schatten der Bäume und bekommt dort nur sehr wenig Licht ab. Er sollte also die perfekte Pflanze für schattigere Orte sein, oder?

Nein! Obwohl diese Pflanze, bzw. Philodendren generell als Pflanzen für dunkle Standorte verkauft werden ist das falsch. Dafür verantwortlich sind unsere Fenster, welche bis zu 40% der UV-Strahlung und bestimmte Farbbereiche des Lichts filtern. Daher benötigt der Philodendron Moonlight einen hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht. Direktes Sonnenlicht verbrennt die Blätter und kann gerade in Kombination mit einer geringen Luftfeuchtigkeit dafür sorgen, dass deine Pflanze vertrocknet.

Der beste Standort für deinen Philodendron ist ein West oder Ostfenster. Hier kann er die ungefährliche Morgen- oder Abendsonne genießen und ist den restlichen Tag geschützt.

Gießen

Obwohl der Philodendron in seinem natürlichen Habitat extrem viel Wasser abbekommt, sollte dies in der Pflege vermieden werden. Du solltest deinen Philodendron Moonlight nur gießen, wenn die oberen 2-5cm des Substrats trocken sind. So vermeidest du die Bildung von Wurzelfäule.

Luftfeuchtigkeit

Da der Philodendron Moonlight am Boden des Regenwaldes wächst und somit zu den tropischen Pflanzen gehört, liebt er hohe Luftfeuchtigkeit. Jedoch ist es weder notwendig, noch optimal die Zimmeratmosphäre der des Jungles anzupassen, da durch diese auch Krankheitsbefall und Pilzwachstum angeregt wird. Optimal für ein schönes Wachstum ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60% bis 75%.

Geringere Luftfeuchtigkeit wird zwar toleriert, jedoch durch braune Blattränder und Blattspitzen bestraft. Unter 40% sollte die Luftfeuchtigkeit niemals fallen.

Wichtig ist außerdem bei hoher Luftfeuchtigkeit, die Luftzirkulation zu erhöhen. Zwar sollte die Pflanze nicht im Zug stehen, jedoch sollte es auch nicht zur Stagnierung von feuchter, warmer Luft kommen, da dies quasi eine Einladung für Pilze ist.

Wie erreiche ich eine höhere Luftfeuchtigkeit am besten?

Um die Luftfeuchtigkeit für deine Pflanzen zu erhöhen, hast du mehrere Optionen.

Regelmäßiges besprühen

Wenn du deine Pflanze regelmäßig mit einer herkömmlichen Sprühflasche regelmäßig besprühst, kannst du die Luftfeuchtigkeit temporär erhöhen. Dies wird in den meisten Fällen jedoch nicht reichen, um die Luftfeuchtigkeit in den perfekten Bereich zu bringen. Außerdem hält die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit nicht besonders lange an.

Luftbefeuchter

Luftbefeuchter für Pflanzen

 

Schon ein Luftbefeuchter kann reichen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Dies ist zusätzlich gesund für deine Atemwege und Haut und du kannst für einen angenehmen Geruch Öle hinzufügen.

Das Problem bei Luftbefeuchtern ist jedoch, dass sie gerade in größeren Räumen meist nicht genug Leistung erbringen, um die Luftfeuchtigkeit im ganzen Raum zu erhöhen, wodurch sich der Effekt verläuft.

Pflanzenzelte oder Pflanzenterrarien

Durch Pflanzenzelte oder Pflanzenterrarien, kapselst du deine Pflanze vom Rest des Zimmers ab, wodurch du die Luftfeuchtigkeit nur im Terrarium oder Zelt erhöhen musst. Das ist in den meisten Fällen nicht nur einfacher, sondern auch kosteneffektiver.
Pflanzen gruppieren

Wenn du deine Pflanzen in Gruppen stellst, erschaffst du einen ähnlichen Effekt, welcher für die hohe Luftfeuchtigkeit im Regenwald sorgt. Durch die Pflanzengruppierung schaffst du also dein ganz eigenes kleines Regenwald-Ökosystem. Dieses ist nicht nur gesund für deine Pflanzen, sondern sieht dazu noch voll aus und ist ein wahrer Eye-Catcher.

Besonderer Tipp: Pebble Tray

Pebble Trays sind ein beliebter DIY-Trick in der englischen Urban-Jungle-Szene. Übersetzt bedeutet Pebble Tray Kieselschale und beschreibt die Methode somit ganz gut.

So kannst du deinen eigenen Pebble Tray ganz einfach herstellen:

  • lege ein paar Kieselsteine in eine Schale
  • befülle die Schale mit Wasser
  • Jetzt stellst du einfach nur deine Pflanzen auf die Schale

Durch diese Methode kannst du ganz einfach ein luftfeuchtes Mikroklima erschaffen, welches dein Philodendron Moonlight lieben wird!

Tipp: gruppiere deine Pflanzen in einem großen Pebble Tray für noch bessere Resultate.

Pflanzen ins Bad stellen

Wenn kein anderer Tipp funktioniert hast, kannst du versuchen deine Pflanze in das Badezimmer zu stellen. Das Badezimmer ist in den meisten Haushalten der Raum mit der höchsten Luftfeuchtigkeit und daher ein perfekter Ort für den Philodendron Moonlight.

Substrat

Aufgrund ihres speziellen hemiepiphytischen Wuchstyps hast du viele Möglichkeiten, diese Art zu pflanzen.

Einerseits kann sie natürlich ganz normal in Töpfe gepflanzt werden. Dafür solltest du dann ein luftdurchlässiges Substrat wählen, das nicht viel Wasser speichern kann. Am besten eignet sich hier ein Substrat für Aronstabgewächse. Optional kannst du dir auch dein Substrat selber mischen.

Dafür solltest du Pflanzenerde mit Sand und Orchideenrinde oder Rindenmulch mischen. Zusätzlich solltest du Gärtnerkohle und Kompost hinzufügen, da diese Art besonders viel organisches Material liebt. Du solltest außerdem aufpassen keine Salze in den Boden zu bringen, da diese Art sehr anfällig für Wurzelschäden durch Salz ist.

Zum anderen kannst du sie auch in einer lebenden Wand pflanzen, an eine Baumrinde binden oder in Moos in einem Glas wachsen lassen. Die Möglichkeiten sind groß.

Düngen

Philodendren sind Starkzehrer, das bedeutet, dass sie besonders viele Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Daher solltest du deinen Philodendron Moonlight regelmäßig düngen.

Als Dünger eignet sich ein Philodendren-Dünger oder ein hochwertiger Flüssigdünger. Beide enthalten besonders wenig Salze und schaden den empfindlichen Wurzeln so weniger. Generell solltest du nur beim oder direkt nach dem Düngen gießen, da so die Salze bereits vom Wasser ausgewaschen werden.

Im Winter solltest du weniger düngen, da der Philodendron Moonlight eigentlich nur im Frühling oder Sommer wächst und im Winter somit weniger Nährstoffe verbraucht werden. Die überschüssigen Nährstoffe würden sich also samt Salze im Boden ansammeln und den Wurzeln schaden. Damit das nicht passiert reicht es im Winter komplett aus nur aller 8 Wochen zu düngen.

Vermehren

Sprossstecklinge

Um deinen Philodendron Moonlight über Spossstecklinge zu vermehren gehst du wie folgt vor:

  • Suche einen gesunden Spross (jeder Spross sollte mindestens einen Knoten und optional ein paar Blätter haben)
  • Schneide mit einem sterilen Werkzeug unterhalb des Knoten
  • Jetzt kannst du deinen Sprosssteckling entweder in Wasser oder direkt in deine Philodendronerde packen
  • Als Zusatz kannst du noch Wurzelhormone einsetzen
  • Stelle deinen Sprosssteckling an einen warmen Ort mit viel indirektem Sonnenlicht
  • Nach einigen Wochen solltest du Wurzeln sehen

Abmoosen

Eine weitere Variante, bei der man einen Klon der Pflanze erschafft und somit die Merkmale beibehält, ist das Abmoosen. Diese für viele anscheinend noch relativ unbekannte Art der Vermehrung wird häufig in der Gärtnerei zur Vermehrung von Bäumen genutzt.

Bei dieser Methode gehst du wie folgt vor:

Verwunde deine Pflanze

  • benutze eine sterile Klinge
  • der Schnitt sollte circa 5cm lang und 3-5cm tief sein

Die Wunde offen halten

  • die Wunde muss offen bleiben, damit sich Wurzeln bilden
  • um sie offenzuhalten kannst, du einen Zahnstocher verwenden

Die Wunde bemoosen

  • jetzt solltest du die Wunde mit Moos bedecken
  • das Moos sollte nass sein
  • am besten eignet sich Sphagnum-Moos
  • falls das Moos nicht an der Wunde hält, kannst du es festbinden
  • optional kannst du Wurzelhormone einsetzen, um den Prozess zu beschleunigen

In Folie einpacken

  • nimm nun Frischhaltefolie und verbinde damit die Wunde
  • die Folie sollte fest genug sein, um das Moos festzuhalten
  • du kannst auch Klebeband nutzen um die Folie festzubinden

Einpflanzen

  • nach einem Monat können sich erste Wurzeln zeigen
  • sobald die Wurzeln 8cm erreicht haben, kannst du sie pflanzen
  • löse die Tochterpflanze aus der Mutterpflanze
  • nun kannst du pflanzen

Vermehrung über Samen

Von der Vermehrung über Samen solltest du absehen, da dies die schwerste Methode ist. Nicht jedoch, weil es schwer ist, die Samen zum Keimen zu bekommen, sondern weil es schwer ist, überhaupt Samen dieser Art zu finden.

Da draußen gibt es sehr viele fragwürdigen Personen, welche versuchen, mit dem Urban-Jungle-Hype schnelles Geld zu machen. Daher findet man oft Samen des Philodendron Moonlight im Angebot, welche gar keine Samen dieser Art sind.

Falls du bereits Samen hast, solltest du sie zunächst für einen Tag in warmes Wasser legen, da sie sich so schonmal mit Wasser vollsaugen können. Nun kannst du die Samen ca. 5mm tief in Anzuchterde gepflanzt werden. Die Samen sollten jetzt an einen warmen, hellen Standort ohne direktes Licht gestellt werden.

Jetzt musst du nur noch ein bis eineinhalb Monate warten, bis die Samen keimen. Wenn die Jungpflanzen 10cm groß sind, kannst du sie umtopfen.

Du willst mehr über Philodendren lernen?

Dann schau dir doch mal unseren Beitrag über den Philodendron an. Dort findest du einen Beitrag über fast alle Philodendron-Arten und Antworten auf weitere häufig gestellte Fragen zum Thema.

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