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Philodendron Birkin im Porträt

Der Philodendron Birkin ist eine wirklich außergewöhnliche Pflanze, welche seit 2019 so gehyped ist wie noch nie und das auch komplett zu Recht, denn kein Philodendron Birkin sieht aus wie der andere. Nichtmal ein Blatt an einer Pflanze sieht aus wie das andere.

Außerdem sieht er aus wie kein anderer Philodendron. Anders als andere Arten, wie der Philodendron Scandens oder Philodendron Micans, handelt es sich bei dieser Art nicht um kletternde Pflanzen. Es handelt sich auch nicht wie beim Philodendron Gloriosum um kriechende Pflanzen. Diese Pflanzen wachsen an einer Stelle, von einem Spross.

Wie die meisten Philodendren, kommt der Philodendron Birkin aus den Regenwäldern Südamerikas. Oder zumindest die Vorfahren des Philodendron Birkin, denn diese Pflanze ist keine natürlich vorkommende Pflanze, sondern eine Mutation des Philodednron Rojo Congo.

Woher diese Mutation ist unklar, es scheint sich jedoch um eine spontane Mutation handeln, welche dann gezielt weitervermehrt wurde. Heute kommen die meisten Philodendron Birkin aus Gewebekulturen.

Den Philodendron Birkin erkennt man an seinen ovalen, grünen, sehr dunklen Blätter, welche mit hellen Streifen geschmückt sind. Diese Streifen werden übrigens Panaschierungen genannt, was das heißt, erfährst du in diesem Beitrag über Panaschierungen. Die Panaschierung selbst, sieht aus als hätte jemand die Linien mit einem Pinsel auf die Blätter gemalt.

Die Farbe der Panaschierung reicht von komplett weiß, über cremefarben, hin zu gelb und variiert von Blatt zu Blatt und Pflanze zu Pflanze. Leider sind die Panaschierungen nicht besonders stabil und können bei der falschen Pflege verschwinden, wodurch sich die Pflanze im Grunde wieder zu einem normalen Philodendron Rojo Congo entwickelt.

Dennoch solltest du dir bei der Pflege des Philodendron Birkin keine Sorgen machen, denn eigentlich ist diese Pflanze sehr einfach zu pflegen. Zumindest, wenn du die folgenden Tipps beachtest.

 

Philodendron White Wave

Im Handel findet man häufig auch einen Philodendron White Wave oder einen Philodendron Birkin White Wave. Bei beiden handelt es sich meist nur um einen anderen Namen für den Philodendron Birkin, welcher aus dem amerikanischen Raum kommt, wo White Wave der Allgemeinname für den Philodendron Birkin ist.

Dunkler Philodendron Birkin

Wachstum

Der Philodendron Birkin wächst relativ schnell, wobei die Geschwindigkeit stark von der Pflege und vom Anteil der Panaschierungen abhängt. Panaschierte Stellen haben weniger Chloroplasten und Chlorophyll, welche beide bei der Photosynthese benötigt werden. Daher produzieren diese Stellen weniger Energie, wodurch Pflanzen mit höherem Weißanteil langsamer wachsen.

Wenn der Philodendron Birkin jedoch ausgewachsen ist, werden seine Blätter bis zu 20cm lang. Der Spross selbst erreicht eine Höhe von bis zu einem Meter. Der Philodendron kann Luftwurzeln ausbilden, dies passiert jedoch seltener als bei anderen Philodendron-Arten.

Standort und Licht für den Philodendron Birkin

Obwohl der Philodendron Birkin am Boden des Regenwaldes, im Schatten der Bäume wächst, benötigt er in deinem Urban-Jungle einen hellen Standort. Klingt erstmal unlogisch, jedoch filtern unsere Fenster bis zu 40% des Sonnenlichts. Zudem ist die Sonneneinstrahlung in Südamerika viel höher.

Du solltest deinen Philodendron Birkin also an einen hellen Standort stellen. Direktes Sonnenlicht sollte jedoch verhindert werden, da dieses die Blätter verbrennt. Das gilt besonders für die panaschierten Stellen, da diese besonders anfällig sind.

Am besten eignet sich daher ein Westfenster. Falls du deinen Philodendron Birkin jedoch an einem Südfenster wachsen lassen willst, solltest du tagsüber das Licht durch einen Vorhang filtern.

Wie oft muss ich meinen Philodendron Birkin gießen?

Beim Gießen musst du bei dieser Art, wie bei vielen Philodendren besonders aufpassen, da diese Art besonders anfällig für Wurzelfäule ist. Daher solltest du auf keinen Fall zu viel gießen. Am besten solltest du immer nur gießen, wenn es deine Pflanze auch wirklich braucht.

Dafür kannst du ganz einfach mit einem Finger oder einem Holzstab die Erde kontrollieren. Stecke einfach deinen Finger oder Stab 2-5cm in die Erde. Falls keine Erde hängen bleibt und sich die Erde trocken anfühlt, solltest du zur Gießkanne greifen.

Wie oft muss ich meinen Philodendron Birkin düngen?

Der Philodendron sollte regelmäßig gedüngt werden, damit er ordentlich wachsen kann. Daher solltest du deinen Philodendron Birkin mit einem speziellen Dünger für Philodendron düngen. Alternativ kannst du auch zu einem normalen Dünger greifen, diesen solltest du jedoch verdünnen, da der Philodendron weniger Dünger braucht als andere Pflanzen und zu viele Nährstoffe im Boden deiner Pflanze schaden.

Naja lass mich den letzten Satz nochmal genau ausführen: Die Nährstoffe selbst schaden der Pflanze nicht, jedoch liegen die Nährstoffe in den meisten Düngern in Form von Salzen vor, welche, wenn sie sich ansammeln, die Wurzeln deiner Pflanze angreifen und irreversibel zerstören.

Eine weitere sehr nachhaltige Variante deinem Philodendron Birkin Nährstoffe zur Verfügung zu stellen ist ein ordentliches Substrat.

Welches Substrat für meinen Philodendron Birkin?

Das richtige Substrat wird leider häufig bei der Pflege ignoriert und jede Pflanze wird in normale Blumenerde gepflanzt. Das ist jedoch äußerst problematisch, besonders wenn es um Philodendren geht.

Diese benötigen, da sie in der Natur häufig als Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) wachsen, eine durchgehende Zufuhr von Sauerstoff zu den Wurzeln. Wenn die Wurzeln keinen Sauerstoff abbekommen, kann sich schnell Wurzelfäule bilden.

Damit das nicht passiert, solltest du deinen Philodendron Birkin auf keinen Fall, wirklich niemals, einfach in normale Pflanzenerde pflanzen. Der Philodendron Birkin benötigt ein luftdurchlässiges, grobes Substrat. Das Substrat sollte außerdem nicht zu viel Wasser speichern, da auch das die Bildung von Wurzelfäule begünstigt.

Am besten eignet sich hier ein Gemisch aus Rinde bzw. Mulch, normaler Pflanzerde und Sand oder Perlit als Basis. Ich würde dir zusätzlich noch Kompost und Gärtnerkohle empfehlen, da diese Nährstoffe in den Boden bringen und besonders die Kohle gegen Viren und Bakterien vorgeht. Spaghnum Moos ist ebenfalls empfehlenswert, falls dein Substrat zu wenig Feuchtigkeit speichert (immerhin sollte das Substrat doch ein wenig Wasser speichern).

Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit für meinen Philodendron Birkin sein?

Da der Philodendron Birkin, oder zumindest sein “Vorfahre” aus dem Regenwald kommt, ist diese Pflanze an eine hohe Luftfeuchtigkeit angepasst. Daher solltest du versuchen, die Luftfeuchtigkeit immer über 60% zu halten. Noch besser wären 70-85%.

Zwar überlebt der Philodendron auch eine geringere Luftfeuchtigkeit, jedoch wächst er hier wesentlich langsamer und ungesünder. Außerdem kann es hier passieren, dass sich die panaschierten Stellen zurückbilden.

Muss ich meinen Philodendron Birkin umtopfen?

Zu kleine Töpfe führen dazu, dass die Wurzeln deiner Pflanze zu einem engen Ball zusammenwachsen. Dadurch bekommen sie nicht genug Sauerstoff, wodurch sich schnell Wurzelfäule bilden kann. Zudem wird das Wachstum der Pflanze so sehr stark verringert.

Um dem entgegenzuwirken, solltest du deine Pflanze regelmäßig umtopfen. Ein genaues Intervall kann ich dir jedoch nicht sagen, da das stark von deinen Bedingungen abhängt. Ich kann dir jedoch sagen, dass du gerade junge Pflanzen einmal im Jahr umtopfen solltest, ältere Pflanzen erst, wenn die Wurzeln oder Wurzelspitzen aus den Drainagelöchern wachsen.

Mein Philodendron Birkin verliert Panaschierungen

Wie bereits erklärt kann es passieren, dass der Philodendron Birkin seine panaschierten Stellen verliert. Dies passiert besonders schnell, wenn bei der Pflege Fehler gemacht werden, kann jedoch auch ohne Fehler passieren.

Fall es also passiert, dass der Philodendron Birkin seine weißen Stellen verliert, heißt die Lösung schneiden.

Zum einen kannst du Blätter bzw. Triebe, welche besonders viele panaschierte Stellen haben, abschneiden und vermehren. Da Panaschierungen Mutationen sind, entwickeln sich aus besonders panaschierten Stellen häufig besonders panaschierte Pflanzen.

Zum anderen kannst du auch die ganze Pflanze zurückschneiden und hoffen, dass sich die Pflanze anders entwickelt.

Wenn du jedoch nicht schneiden willst, kannst du auch erstmal abwarten. Genauso zufällig wie die Mutation verschwinden kann, kann sie auch wieder auftauchen.

Philodendron Birkin vermehren

Zum vermehren hat man beim Philodendron Brikin 3 Optionen:

  • Samen
  • Stecklinge
  • Abmoosen

Samen sind jedoch nicht zu empfehlen, da diese sehr schwer zu bekommen sind.

Sprossstecklinge

Um deinen Philodendron Birkin über Spossstecklinge zu vermehren gehst du wie folgt vor:

  • Suche einen gesunden Spross (jeder Spross sollte mindestens einen Knoten und optional ein paar Blätter haben)
  • Schneide mit einem sterilen Werkzeug unterhalb des Knoten
  • Jetzt kannst du deinen Sprosssteckling entweder in Wasser oder direkt in deine Philodendronerde packen
  • Als Zusatz kannst du noch Wurzelhormone einsetzen
  • Stelle deinen Sprosssteckling an einen warmen Ort mit viel indirektem Sonnenlicht
  • Nach einigen Wochen solltest du Wurzeln sehen

Abmoosen

Eine weitere Variante, bei der man einen Klon der Pflanze erschafft und somit die Merkmale beibehält, ist das Abmoosen. Diese für viele anscheinend noch relativ unbekannte Art der Vermehrung wird häufig in der Gärtnerei zur Vermehrung von Bäumen genutzt.

Bei dieser Methode gehst du wie folgt vor:

Verwunde deine Pflanze

  • benutze eine sterile Klinge
  • der Schnitt sollte circa 5cm lang und 3-5cm tief sein

Die Wunde offen halten

  • die Wunde muss offen bleiben, damit sich Wurzeln bilden
  • um sie offenzuhalten kannst, du einen Zahnstocher verwenden

Die Wunde bemoosen

  • jetzt solltest du die Wunde mit Moos bedecken
  • das Moos sollte nass sein
  • am besten eignet sich Sphagnum-Moos
  • falls das Moos nicht an der Wunde hält, kannst du es festbinden
  • optional kannst du Wurzelhormone einsetzen, um den Prozess zu beschleunigen

In Folie einpacken

  • nimm nun Frischhaltefolie und verbinde damit die Wunde
  • die Folie sollte fest genug sein, um das Moos festzuhalten
  • du kannst auch Klebeband nutzen um die Folie festzubinden

Einpflanzen

  • nach einem Monat können sich erste Wurzeln zeigen
  • sobald die Wurzeln 8cm erreicht haben, kannst du sie pflanzen
  • löse die Tochterpflanze aus der Mutterpflanze
  • nun kannst du pflanzen

Warum hat mein Philodendron Birkin gelbe Blätter?

Gelbe Blätter sind ein für Philodendren typisches Problem, welches häufig auf ein Problem beim Gießen hinweist.

Du solltest dir unbedingt die Wurzelballen anschauen, da gelbe Blätter sowohl durch zu viel, als auch durch zu wenig Wasser ausgelöst werden können.

Wenn die Wurzelballen trocken sind und du keine Unregelmäßigkeiten vorfindest, hast du zu wenig gegossen. Findest du hier jedoch schleimige, übel riechende Stellen, hast du ein Problem mit Wurzelfäule. Du solltest nun schnell handeln, die betroffenen Stellen herausschneiden, die Pflanze waschen und in einen neuen Topf mit neuem Substrat pflanzen.

Du willst mehr über Philodendren lernen?

Dann schau dir doch mal unseren Beitrag über den Philodendron an. Dort findest du einen Beitrag über fast alle Philodendron-Arten und Antworten auf weitere häufig gestellte Fragen zum Thema.

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